Klimaschutzminister Remmel eröffnet Branchentag Windenergie ? ökologisch-industrieller Aufbruch aus NRW
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Klimaschutzminister Remmel eröffnet Branchentag Windenergie ? ökologisch-industrieller Aufbruch aus NRW
Nordrhein-Westfalen wieder zum Vorreiter in Sachen Windenergie und Klimaschutz zu machen, ist das Ziel von Klimaschutzminister Johannes Remmel: "Die Atomkraft hat ausgedient und auch Stein- und Braunkohle spielen für den Energiemix der Zukunft nur eine Übergangsrolle. Die Zukunft liegt in den Erneuerbaren Energien und das größte Potential hat in NRW die Windenergie", sagte der Minister in seiner Eröffnungsrede des dritten Branchentages der Windenergie in Essen. "Dazu haben wir den restriktiven Erlass der Vorgängerregierung vollständig überarbeitet. Aus dem Windkraft-Verhinderungs-Erlass soll wieder ein Windenergie-Ermöglichungs-Erlass werden."
Bis zum Jahr 2020 solle so der Wind-Anteil an der Stromversorgung in NRW von heute drei auf 15 Prozent gesteigert werden. Zwei Prozent der Landesfläche sollen dafür zur Verfügung stehen, erklärte Remmel: "Für NRW als Hochburg des Maschinen- und Anlagenbaus ist der Ausbau der Windkraft und der erneuerbaren Energien wichtig für den Wandel zu einer nachhaltigen Industriegesellschaft. Der weltweite Einsatz unserer Produkte aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien ist exportierter Klimaschutz ?Made in NRW?, der hier bei uns nachhaltig Arbeitsplätze sichert und neue schafft."
Bereits heute sind in Nordrhein-Westfalen etwa 24.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in Unternehmen der Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt ? Tendenz steigend. Im Bereich der Windenergieforschung hat sich NRW mit über 30 Einrichtungen an rund 15 Hochschulen und drei außeruniversitären Einrichtungen vor allem in den Fachgebieten Maschinenbau und Elektrotechnik etabliert.
Kein Verständnis hat Minister Remmel für die Pläne von Bundesumweltminister Röttgen zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, welche eine Absenkung der Vergütung von Windstrom an Land vorsehen: "Ich kann nicht nachvollziehen, was Minister Röttgen eigentlich will. Möchte er die Erneuerbaren Energien nun ausbauen oder nicht? Dann muss er auch dafür sorgen, dass die Potentiale der Windenergie an Land ausgeschöpft werden können. Für die Energiewende und mehr Wettbewerb im Energiemarkt brauchen wir neben der Offshore-Windenergie insbesondere auch Windparks an Land."
"Wir benötigen eine ökologisch-industrielle Revolution in Deutschland", so der Minister weiter. "Und deshalb brauchen wir endlich eine Leitentscheidung für eine Erneuerbare Energien- und Klimaschutzpolitik in Deutschland. Nordrhein-Westfalen als Energieland Nummer eins nimmt dabei eine Vorreiterrolle ein. Als größter CO2-Emitent muss NRW einen maßgeblichen Beitrag zur Reduzierung der schädlichen Klimagase leisten."
Remmel verwies vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte um einen schnellen Atomausstieg auf das Energiekonzept der Landesregierung. Ziel müsse es demnach sein, möglichst schnell auf eine dezentrale und nachhaltige Energieversorgung umzustellen. Dazu sei es notwendig, jetzt massiv in neue Strukturen wie Stromnetze und Speichertechnologien, Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie Erneuerbare Energien zu investieren.
Mit dem NRW-Windenergietag startet der Minister auch eine Klimaschutztour, die bis weit ins nächste Jahr reichen soll. Bei dieser Tour will Minister Remmel den Dialog mit der Wirtschaft ausbauen, sich bei innovativen Firmen über Zukunftstechnologien informieren und daraus auch Handlungsempfehlungen aufnehmen. "Ökologie und Ökonomie sind keine Gegensätze, sondern sie ergänzen sich. Mit dem Windenergieerlass haben wir den ersten Baustein für mehr Investitionen, mehr Jobs und eine stärkere Technologieführerschaft gelegt", betonte Remmel. "Mit ökologischer Erneuerung und Klimaschutz sind große wirtschaftliche Chancen verbunden. Wir wollen und müssen sie für Nordrhein-Westfalen nutzen."
Bereits heute ist die Umweltwirtschaft eine wichtige Branche. Prognosen sagen voraus, dass die Zahl der Beschäftigten bis 2020 bundesweit auf etwa 500.000 ansteigen wird ? damit wären mehr Menschen in der Erneuerbare-Energien-Branche beschäftigt als heute in der Chemieindustrie.
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Datum: 10.05.2011 - 20:15 Uhr
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