Ministerin Steffens zum Start der Aktionswoche 'Alkohol? Weniger ist besser!'

Ministerin Steffens zum Start der Aktionswoche 'Alkohol? Weniger ist besser!'

ID: 411211

in Steffens zum Start der Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!": "Wir müssen Kinder und Jugendliche darin bestärken, eine kritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu entwickeln"


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Bei der Eröffnungsveranstaltung der Stadt Düsseldorf für die bundesweite Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!" hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute (21. Mai 2011) angekündigt, die Maßnahmen der Landesregierung zur Alkoholprävention im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" zu intensi-vieren.

"Besondere Sorge bereitet mir, dass der teilweise exzessive Alkoholkonsum bei jungen Menschen immer noch weit verbreitet ist. Durch frühzeitige Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken müssen wir bei Jugendlichen das Problembewusstsein im Umgang mit Alkohol stärken und sie zum kritischen Nachdenken über ihren eigenen Alkoholkonsum anregen?, sagte die Ministerin.

Kinder und Jugendliche orientieren sich meist an den Konsumgewohnheiten der Erwachsenen. Im Hinblick auf diese Vorbildfunktion muss den Eltern und anderen Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld ihre besondere Verantwortung bewusst gemacht und zugleich ihre Rolle als positive Vorbilder gestärkt werden. "Gerade weil der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, müssen wir dauerhaft auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Alltagsdroge Al-kohol in unserer Gesellschaft hinwirken. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert", so die Ministerin. Denn Alkohol sei nicht nur ein allgegenwärtiges Genussmittel, sondern - im Übermaß genossen - ein starkes Suchtmittel mit gravierenden negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen.

Die Maßnahmen zur Alkoholprävention im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" sollen vor allem um neue Präventions- und Hilfeansätze ergänzt werden, die stärker auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Konsumverhalten gerichtet sind. Dadurch sollen noch mehr Menschen erreicht werden. Darüber hinaus sollen bewährte Maßnahmen der Frühintervention gestärkt und die unterschiedlichen Präventions- und Hilfeangebote noch besser vernetzt werden.

"Die bundesweite Aktionswoche kann wichtige Impulse für den notwendigen Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft liefern und gerade Kinder und Jugendliche darin bestärken, eine kritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu entwickeln und so lange wie möglich auf Alkohol ganz zu verzichten. Die vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche Alkohol können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, in dem sie auf unterschiedliche Weise zur Auseinandersetzung mit diesem Thema anregen ? erklärte die Ministerin abschließend.

Im Landeshaushalt sind in diesem Jahr für Maßnahmen der Sucht- prävention und -hilfe insgesamt rund 13,7 Mio. Euro vorgesehen.

Hinweis:

Detailinformationen zur Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" finden Sie im Internet unter www.ginko-stiftung.de/regional/Aktionswochen.aspx

Hintergrund:

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholvergiftung in Nordrhein-Westfalen ist in der Altersgruppe der 10- bis 17-Jährigen von 2.236 im Jahr 2004 auf mehr als das Doppelte im Jahr 2009 (4.598) angestiegen. Davon waren rund 40 % Mädchen.

Rauschtrinken: 16,7 Prozent der minderjährigen Jugendlichen gaben bei einer Repräsentativuntersuchung der Bundesanstalt für gesundheitliche Aufklärung zum Alkoholkonsum Jugendlicher 2010 an, im letzten Monat Rauschtrinken betrieben zu haben. Vor allem bei Jungen und jungen Männern ist dieses riskante Trinkverhalten weiterhin verbreitet. Jeder fünfte 12- bis 17-Jährige praktizierte laut BZgA-Untersuchung mindestens einmal im Monat Rauschtrinken, bei den 18- bis 25-Jährigen war es sogar jeder Zweite. Bei den Mädchen in der Altersgruppe 12 bis 17 praktiziert laut BZgA-Untersuchung jedes Siebte einmal im Monat Rauschtrinken, in der Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen jede Vierte.) Trinkmotive: Erstmals wurden mit der vorliegenden Studie der BZgA Jugendliche nach ihren Trinkmotiven und ihrer Einstellung zum Alkohol befragt. Danach sind es vor allem soziale Faktoren, die den Alkoholkonsum von Jugendlichen beeinflussen. Sie trinken, um Spaß zu haben, Hemmungen zu überwinden und weniger schüchtern zu sein. Für den Alkoholkonsum entscheidend ist außerdem das direkte Umfeld junger Menschen. Je mehr und je häufiger Alkohol etwa im Freundeskreis getrunken wird, desto höher ist der eigene Alkoholkonsum.


Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Tel. 0211 8618-50
Fax 0211 86185-4444

info@mgepa.nrw.de



(pressrelations) - Start der Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!": "Wir müssen Kinder und Jugendliche darin bestärken, eine kritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu entwickeln"


Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Bei der Eröffnungsveranstaltung der Stadt Düsseldorf für die bundesweite Aktionswoche "Alkohol? Weniger ist besser!" hat Gesundheitsministerin Barbara Steffens heute (21. Mai 2011) angekündigt, die Maßnahmen der Landesregierung zur Alkoholprävention im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" zu intensi-vieren.

"Besondere Sorge bereitet mir, dass der teilweise exzessive Alkoholkonsum bei jungen Menschen immer noch weit verbreitet ist. Durch frühzeitige Aufklärung über die gesundheitlichen Risiken müssen wir bei Jugendlichen das Problembewusstsein im Umgang mit Alkohol stärken und sie zum kritischen Nachdenken über ihren eigenen Alkoholkonsum anregen?, sagte die Ministerin.

Kinder und Jugendliche orientieren sich meist an den Konsumgewohnheiten der Erwachsenen. Im Hinblick auf diese Vorbildfunktion muss den Eltern und anderen Bezugspersonen aus dem sozialen Umfeld ihre besondere Verantwortung bewusst gemacht und zugleich ihre Rolle als positive Vorbilder gestärkt werden. "Gerade weil der Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft weit verbreitet ist, müssen wir dauerhaft auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Alltagsdroge Al-kohol in unserer Gesellschaft hinwirken. Hier sind alle gesellschaftlichen Kräfte gefordert", so die Ministerin. Denn Alkohol sei nicht nur ein allgegenwärtiges Genussmittel, sondern - im Übermaß genossen - ein starkes Suchtmittel mit gravierenden negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen.

Die Maßnahmen zur Alkoholprävention im Rahmen der Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" sollen vor allem um neue Präventions- und Hilfeansätze ergänzt werden, die stärker auf die geschlechtsspezifischen Unterschiede im Konsumverhalten gerichtet sind. Dadurch sollen noch mehr Menschen erreicht werden. Darüber hinaus sollen bewährte Maßnahmen der Frühintervention gestärkt und die unterschiedlichen Präventions- und Hilfeangebote noch besser vernetzt werden.



"Die bundesweite Aktionswoche kann wichtige Impulse für den notwendigen Bewusstseinswandel in unserer Gesellschaft liefern und gerade Kinder und Jugendliche darin bestärken, eine kritische Einstellung zum Alkoholkonsum zu entwickeln und so lange wie möglich auf Alkohol ganz zu verzichten. Die vielfältigen Veranstaltungen im Rahmen der Aktionswoche Alkohol können hierzu einen wichtigen Beitrag leisten, in dem sie auf unterschiedliche Weise zur Auseinandersetzung mit diesem Thema anregen ? erklärte die Ministerin abschließend.

Im Landeshaushalt sind in diesem Jahr für Maßnahmen der Sucht- prävention und -hilfe insgesamt rund 13,7 Mio. Euro vorgesehen.

Hinweis:

Detailinformationen zur Landeskampagne "Sucht hat immer eine Geschichte" finden Sie im Internet unter www.ginko-stiftung.de/regional/Aktionswochen.aspx

Hintergrund:

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Alkoholvergiftung in Nordrhein-Westfalen ist in der Altersgruppe der 10- bis 17-Jährigen von 2.236 im Jahr 2004 auf mehr als das Doppelte im Jahr 2009 (4.598) angestiegen. Davon waren rund 40 % Mädchen.

Rauschtrinken: 16,7 Prozent der minderjährigen Jugendlichen gaben bei einer Repräsentativuntersuchung der Bundesanstalt für gesundheitliche Aufklärung zum Alkoholkonsum Jugendlicher 2010 an, im letzten Monat Rauschtrinken betrieben zu haben. Vor allem bei Jungen und jungen Männern ist dieses riskante Trinkverhalten weiterhin verbreitet. Jeder fünfte 12- bis 17-Jährige praktizierte laut BZgA-Untersuchung mindestens einmal im Monat Rauschtrinken, bei den 18- bis 25-Jährigen war es sogar jeder Zweite. Bei den Mädchen in der Altersgruppe 12 bis 17 praktiziert laut BZgA-Untersuchung jedes Siebte einmal im Monat Rauschtrinken, in der Altersgruppe der 18 bis 25-Jährigen jede Vierte.) Trinkmotive: Erstmals wurden mit der vorliegenden Studie der BZgA Jugendliche nach ihren Trinkmotiven und ihrer Einstellung zum Alkohol befragt. Danach sind es vor allem soziale Faktoren, die den Alkoholkonsum von Jugendlichen beeinflussen. Sie trinken, um Spaß zu haben, Hemmungen zu überwinden und weniger schüchtern zu sein. Für den Alkoholkonsum entscheidend ist außerdem das direkte Umfeld junger Menschen. Je mehr und je häufiger Alkohol etwa im Freundeskreis getrunken wird, desto höher ist der eigene Alkoholkonsum.


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Datum: 23.05.2011 - 15:30 Uhr
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