Ministerin Steffens: 91-jährige Frau stirbt an Folgen des EHEC-Erregers - Konsequentes Einhalten vo

Ministerin Steffens: 91-jährige Frau stirbt an Folgen des EHEC-Erregers - Konsequentes Einhalten von Hygieneregeln als Schutzmaßnahme unverzichtbar

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Ministerin Steffens: 91-jährige Frau stirbt an Folgen des EHEC-Erregers - Konsequentes Einhalten von Hygieneregeln als Schutzmaßnahme unverzichtbar



(pressrelations) - Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit:

Im Zusammenhang mit Erkrankungen von Personen in Nordrhein-Westfalen durch EHEC-Bakterien (enterohämorrhagische Escherichia coli) hat der Kreis Paderborn heute (30. Mai 2011) dem nordrhein-westfälischen Gesundheitsministerium den Tod einer 91-jährigen Frau mitgeteilt. Die Frau, die am Sonntag starb, hatte eine Reihe von Vorerkrankungen und hat kurz vor ihrem Tod ein hämolytisch urämisches Syndrom (HUS = akutes Nierenversagen, einer möglichen schweren Krankheitsfolge durch EHEC) entwickelt. Zuletzt starb in Nordrhein-Westfalen 2009 eine Person an den Folgen einer durch EHEC ausgelösten Erkrankung, weitere gemeldete Todesfälle im Zusammenhang mit EHEC/HUS gab es 2005 (1), 2004 (2), 2003 (1) und 2002 (2).

Die Zahl der in Nordrhein-Westfalen seit dem 1. Mai 2011 gemeldeten EHEC-Fälle ist im Vergleich zu anderen Bundesländern weiterhin niedrig (allein in einem Hamburger Krankenhaus werden etwa so viele Erkrankte behandelt wie zurzeit für ganz Nordrhein-Westfalen gemeldet sind). Es gibt jedoch keinerlei Grund zur Entwarnung, zumal nach dem Wochenende ein Anstieg der bestätigten Fallzahlen zu verzeichnen ist. Ein Grund dafür könnte sein, dass vom Kontakt mit dem Erreger bis zum Ausbruch einer Krankheit rund zehn Tage vergehen können und die abschließenden Laboruntersuchungen aufwändig sind.

Die Zahl der von Laboren seit 1. Mai 2011 in Nordrhein-Westfalen gemeldeten EHEC-Fälle beträgt jetzt (30. Mai 2011, 13 Uhr) 85, davon sind 26 Personen schwer erkrankt (HUS = hämolytisch urämisches Syndrom = akutes Nierenversagen). Zum Vergleich der Stand von Freitag, 27. Mai 2011, 14.30 Uhr: 48 gemeldete EHEC-Fälle, davon 15 Personen schwer erkrankt.

Es gibt 39 weitere Personen, die ernsthaft erkrankt sind ("HUS-Fälle" einschließlich in Abklärung befindlicher Verdachtsfälle), bei denen aber ein Zusammenhang mit EHEC bisher nicht nachgewiesen werden konnte (Stand Freitag: 36).



Ministerin Barbara Steffens: "Wir wissen, wie folgenschwer ein Kontakt mit dem Erreger in Einzelfällen sein kann. Deswegen ist klar: So lange die Quelle des EHEC-Erregers nicht eindeutig identifiziert ist, sollte jeder zum eigenen Schutz die bekannten allgemeinen Hygieneregeln besonders penibel beachten. Dazu zählt vor allem, die Hände regelmäßig und gut zu waschen." Wichtige weitere Hygieneregeln sind:

?Obst und Gemüse vor rohem Verzehr gründlich waschen
?Fleischprodukte ausreichend garen
?Küchengeräte nach Gebrauch gründlich säubern.
?Milchprodukte nur verzehren, wenn sie pasteurisiert, also wärmebehandelt sind.


Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
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Datum: 06.06.2011 - 03:30 Uhr
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