Unrechtmäßige Beitreibung von dubiosen Forderungen
ID: 430096
Seriöse Inkassounternehmen wehren sich gegen die zunehmende Zahl von unrechtmäßig beizutreibenden Forderungen durch unlautere Geschäftemacher.
Unrechtmäßige Beitreibung von dubiosen Forderungen(firmenpresse) - Die Zahl der betrügerischen Forderungsbeitreibung nimmt leider nicht ab da hier sehr viel Geld einzunehmen ist, die gesetzlichen Grundlagen einfach nicht ausreichen um diesem Treiben ein Ende zu machen. Bedenkt man, dass ein einfaches Mahnschreiben, tausendfach versendet, mit bis zu 5 Prozent an freiwilligen Zahlern, einen attraktiven Rückfluss erwarten lässt welcher ein Multi Millionen Geschäft ist. Aber rechnen Sie selbst: 10.000 Adressen gekauft, mit einer Forderungssumme von jeweils bis zu Euro 75,00 ausgestellt, versendet und beim vermeintlichen Schuldner angekommen verspricht hier schon eine Einnahme von Euro 37.500,00. Sodann ist die Kriegskasse fürs Erste gut gefüllt und es werden nunmehr Einhunderttausend Briefe versendet. Hiervon bezahlen wiederum 5 Prozent. Dies ist dann schon ein Betrag der einem vor Augen führt um welche Beträge es sich hier handelt. 375.000,00 Euro in kürzester Zeit, ohne Rechtsgrundlage, nur mit dem begriff Inkasso vereinnahmt. Seltsam, aber wahr. Wenn man nun weiter geht und die dubiosen Anbieter von Internetseiten auf denen man irgendwann war, seine Daten preisgegeben hat um hier kostenlos für das einen interessierte Gebiet Informationen zu erhalten, Wochen später feststellen muss, dass man in eine vermeintliche Abo-Falle geraten ist, oder einfach hier nur die Daten gesammelt werden um irgendwann unrechtmäßige Forderungen anzumahnen. Ein Zustand der so nicht tragbar ist da zumeist junge und ältere Menschen hier in das Räderwerk der Betrüger gerät.
Hier wäre nach Meinung von Thomas Buck, Inhaber von Agens WFI Inkasso in Offenbach am Main, eine gesetzlich Regelung von Nöten denn der Verbraucher muss und sollte hier geschützt werden. Doch wie kann solch ein Schutz aussehen? Die meisten Betrügerischen Forderungen werden von nicht im Rechtsdienstleistungsregister eingetragenen Personen und Unternehmen eingefordert. Doch sind inzwischen auch registrierte Personen und Unternehmen beteiligt. Strafanzeigen, Ermittlungsverfahren durch zahlreiche Staatanwaltschaften sind am laufen. Auch wurde inzwischen eine Person in Untersuchungshaft verbracht, sowie ein Konto mit einem Guthaben von mehr als 150.000,00 Euro beschlagnahmt. Dies zeigt zwar das Ausmaß des kriminellen Treibens, doch schon Morgen kann es erneut zu kriminellen Massenbriefsendungen kommen. Eine ganze Branche wird hier in Internetforen schlecht geredet, als Halsabscheider und kriminelle Vereinigung dargestellt. Untragbar und für einen Rechtsstaat nicht hinnehmbar. Die Lösung könnte hier über das schon nicht so einfache Registrierungsverfahren weit darüber hinausgehen. Inkassounternehmen bzw. Inkassobüros sollten hier gezwungen werden eine Gebühr vom Auftraggeber gesetzlich zu verlangen. Angelehnt an das Rechtsanwaltvergütungsgesetz. Auch sollte geregelt werden, dass wenn ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet wird vorher die Gebühren tatsächlich, auch nachweislich, bezahlt wurden. Weiters kann sich der Inkassounternehmer Buck vorstellen, dass registrierte Personen und Unternehmen regelmäßig überprüft werden. Den sonstigen Betrügern mit Hilfe der Verbraucherzentralen schneller das Handwerk legen.
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Datum: 24.06.2011 - 15:15 Uhr
Sprache: Deutsch
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