EEG-Novelle: Gesetz bremst Investitionen in Öko-Kraftwerke

EEG-Novelle: Gesetz bremst Investitionen in Öko-Kraftwerke

ID: 432457

Säge- und Holzindustrie sieht Potenzial für Investitionen in Kraftwerke. Geplante Vergütung
für den produzierten Strom ist allerdings zu gering. Kleine und mittelgroße Biomassekraftwerke
werden benachteiligt.



Die Holzindustrie ist der bessere energetische Nutzer (Copyright: BSHD).Die Holzindustrie ist der bessere energetische Nutzer (Copyright: BSHD).

(firmenpresse) - Berlin, 29. Juni 2011 – „Der jetzige Gesetzentwurf bietet für die Unternehmen der Säge-
und Holzindustrie keine Anreize, Geld in die Stromproduktion aus Biomasse zu
investieren“, mahnt Dr. Klaus Böltz, Präsident des Bundesverbandes Säge- und
Holzindustrie Deutschland e. V. (BSHD). Anfang Juli soll die Neuauflage des Erneuerbare-
Energien-Gesetzes (EEG) im Bundestag verabschiedet werden. Böltz warnt: „Wir sehen
bei zirka 200 Betrieben unserer Branche ein Potenzial für Investitionen in neue Kraftwerke.
Doch nach dem derzeitig vorliegenden Gesetzentwurf wird in der Sägeindustrie in kleine
und mittelgroße Kraftwerke nicht investiert. Die Vergütung für den produzierten Strom ist zu
niedrig!“

Das neue Gesetz unterstützt nach Ansicht des BSHD eher die großen Energieversorger,
anstatt die für eine Energiewende notwendigen dezentralen Versorgungsstrukturen. Im
Erfahrungsbericht zum EEG des Bundesumweltministeriums gibt es Rechenbeispiele für
ausgesuchte Anlagen, die die Problematik der neuen Vergütungsstruktur aufzeigen: So
wird beispielsweise eine Anlage mit einer elektrischen Kapazität von einem Megawatt, die
mit Waldrestholz befeuert wird, nach altem EEG mit bis zu 17,79 Cent pro Kilowattstunde
vergütet. Nach dem neuen Gesetz schrumpft diese Vergütung um mehr als drei Cent, auf
14,45 Cent pro Kilowattstunde. Aber gerade diese Anlagengröße entspricht dem Potenzial
typischer Sägewerksbetriebe. Der BSHD fordert: Rinde muss in die
Einsatzstoffvergütungsklasse II aufgenommen werden und mit einem Vergütungssatz von
acht Cent pro Kilowattstunde versehen werden, mindestens aber in die
Einsatzstoffvergütungsklasse I zum allgemeinen Satz von sechs bzw. fünf Cent pro
Kilowattstunde. Derzeit ist ein reduzierter Satz von 2,5 Cent für Rinde vorgesehen. „Für die
kleinen und mittelgroßen Betriebe kommt dabei erschwerend hinzu, dass sich die


kalkulatorischen Voraussetzungen nicht verbessert haben. Im Gegenteil: Die
Biomassepreise sind in der Zwischenzeit gestiegen“, so Böltz.

Aktuell produziert die Säge- und Holzindustrie in nur 85 Biomassekraftwerken EEG-Strom
aus fester Biomasse, für die es sonst in der Regel keine Verwendungsmöglichkeiten gibt.
„Und während Strom aus Solarenergie und Windkraftwerken nur zur Verfügung steht,
wenn die Sonne scheint oder Wind weht, liefert feste Biomasse Regelenergie, die benötigt
wird, um Atomkraftwerke zu ersetzen“, fügt Böltz hinzu. Vor allem der Einsatz von
Sägewerksrinde ist für die Stromproduktion in Biomassekraftwerken ökologisch vorteilhaft:
Der energetische Rohstoff fällt während der Holzverarbeitung als Reststoff an und ist somit
vor Ort direkt verfügbar. Unnötige Brennstofftransporte und die damit verbundenen
Umweltbelastungen werden vermieden.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland (BSHD) mit Sitz in Berlin vertritt die
Interessen der deutschen Säge- und Holzindustrie auf nationaler, europäischer und
internationaler Ebene. Dabei steht der Verband seinen Mitgliedern in wirtschafts- und
branchenpolitischen Angelegenheiten zur Seite und unterstützt die kontinuierliche
Verbesserung der wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen für die Verwendung
des Rohstoffes Holz. Um dies zu erreichen, tritt der BSHD aktiv in Dialog mit Vertretern aus
Medien, Wirtschaft, Politik und Forschung. Bei der Umsetzung seiner Ziele setzt der BSHD
sich für eine nachhaltige Waldbewirtschaftung ein, die im Einklang mit ökonomischen,
ökologischen und sozialen Interessen steht.



drucken  als PDF  DEGERenergie gewinnt neuen Partner in Israel - Eneright ist ab sofort offizieller Distributor Solarenergie auch für suboptimale Dächer
Bereitgestellt von Benutzer: JDBMedia
Datum: 29.06.2011 - 11:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 432457
Anzahl Zeichen: 3215

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Lars Schmidt
Stadt:

Berlin


Telefon: +49 30 223204-90

Kategorie:

Energie & Umwelt


Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 29.06.2011

Diese Pressemitteilung wurde bisher 413 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EEG-Novelle: Gesetz bremst Investitionen in Öko-Kraftwerke"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Klimaschutz in den eigenen vier Wänden ...
Holz liegt im Trend. Beim Bauen und Modernisieren spricht jedoch nicht nur das warme und natürliche Ambiente für den Einsatz des nachwachsenden Rohstoffs. Als CO2-Speicher, Wärmeisolator und Energiesparer schont Holz zudem Umwelt und Geldbörse. Die Initiative HolzProKlima weist darauf h

Bauen und Wohnen mit Holz ...
Auf dem Unternehmerforum des Bundesverbands Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD) am 28. März 2012 dreht sich alles um den nachwachsenden Werkstoff Holz. Zum Thema "Bauen und Wohnen mit Holz" sind Vertreter der Holzindustrie, der Forstwirtschaft und Waldbesitzer ebenso herzlic

Neue Studie: Holz ist Baustoff der Zukunft ...
Im Wohnungsbau soll die Verwendung von Holz bis 2016 um bis zu neun Prozent zulegen. Auf der diesjährigen EcoBau Live in Köln informiert der Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland über das Potenzial des nachwachsenden Rohstoffs. Architekten sehen im Holz den Baustoff der Zuku


Weitere Mitteilungen von Bundesverband Säge- und Holzindustrie Deutschland e.V. (BSHD)


DEGERenergie gewinnt neuen Partner in Israel - Eneright ist ab sofort offizieller Distributor ...
Horb a.N., 29. Juni 2011. DEGERenergie hat einen neuen Distributionspartner in Israel gewonnen. Ab sofort ist Eneright technologies Ltd. mit Sitz in Kfar Saba offizieller Partner des Nachführ-Spezialisten aus Horb. Mit mehr als 40.000 installierten Systemen ist DEGERenergie Weltmarktführer für so

Geprüft und für gut befunden: Der TÜV Nord zertifiziert die verschiedensten Module und Modulaufbauten von Jurawatt ...
Neumarkt/Freystadt, Oberpfalz - Der TÜV legt seinen Zertifikaten strenge Kriterien und Normvorgaben zugrunde, gilt es doch, Qualität mit Brief und Siegel zu belegen. Solarmodule werden stärksten Belastungen ausgesetzt. Gerade deshalb legen die J.v.G. Thoma Gruppe und das Tochterunternehmen Juraw

Solays TV - alles zum Thema Solar Energie ...
Den ganzen Winter über haben wir sie vermisst und wehmütig an die schöne Zeit mit ihr zurückgedacht. Die Rede ist von der Sonne und ihrer zauberhaften Wirkung auf uns. Ihre Wärme und ihre Helligkeit spenden uns nicht nur gute Laune, sondern auch Energie. Das aber nicht nur in der warmen Jahresz

Elektroschrott.de: Der Helfer für die Elektroschrott-Entsorgung in Berlin und Brandenburg ...
Berlin, 28.06.2011: Auf Elektroschrott.de (http://www.elektroschrott.de/) wird vor allem Unternehmen und öffentlichen Institutionen im Raum Berlin - Brandenburg geholfen, ihren Elektroschrott zu entsorgen. Egal ob es sich um eine Waschmaschine, Drucker oder hunderte von Computern oder Monitore hand


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z