Social Media und die Technologie der Torheit – Warum sich Hierarchien in Organisationen auflösen

Social Media und die Technologie der Torheit – Warum sich Hierarchien in Organisationen auflösen (müssen)

ID: 432908
(firmenpresse) - Bonn/Köln/Düsseldorf - Beim Stichwort Enterprise 2.0 und Social Media reiche es nicht
aus, auf Hype-Themen zu setzen, warnt der Berater Alexander Greisle nach einem Bericht
der Zeitschrift brand eins http://www.brandeins.de/. Es gehe um nichts weniger als „einen
Kulturshift". Vorgesetzte müssten Offenheit lernen, Kontrolle abgeben, Ergebnisse auch
aushalten. „Hat ein Unternehmen eine ausgeprägte Präsenz- und Meetingkultur, nützt es
nichts, einfach Technik reinzupacken und zu behaupten: Wir sind offen für Digital Natives",
erläutert Greisle.

Wer vernetztes Arbeiten erwarte, das Verschwimmen räumlicher und zeitlicher Grenzen,
den Einsatz kollaborativer Werkzeuge, der tut sich mit nine to five, Hierarchien und der
klassischen Kaminkarriere schwer: Man spüre fast körperlich den Praxisschock junger
Menschen, die mit der klassischen Welt des Managements konfrontiert werden, so die
Erfahrungen von Greisle. Am Ende entstehe eher Frustration beim Management-
Nachwuchs. „Organisationen, die das nicht verhindern können, verlieren hoffnungsvolle
Talente und verspielen über kurz oder lang ihre eigenen Zukunftschancen",
sagt Personalexperte Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash in Düsseldorf
http://www.harveynash.com/de/ueber_uns/management_team/.

Über die Erfahrungswelten, die vor allen Dingen die jungen Menschen aus sozialen
Netzwerken und der Anwendung von Web 2.0-Technologien mitbringen, werde nicht nur
das Zusammenspiel von Verbrauchern und Unternehmen radikal verändert. „Es verändern
sich auch die Spielregeln in den Organisationen von Staat und Wirtschaft. Wer hier weiter
auf starre Kommandostrukturen setzt, verliert als Arbeitgeber an Attraktivität und bekommt
auf dem Arbeitsmarkt nicht die besten Köpfe", prognostiziert der Harvey Nash-Chef.

Wer sich als Unternehmen auf die Social Media-Welt einlässt, sollte sich in allen


Geschäftseinheiten vom Mythos der absoluten Kontrolle, Rationalität und Planbarkeit
verabschieden, empfiehlt der Kölner Softwareexperte Andreas Klug. „Es reicht nicht aus,
für die Kulisse ein kleines Twitter-Team im Kundenservice zu bilden und alles andere beim
Alten zu belassen. Damit wird man kläglich scheitern. Der amerikanische
Organisationspsychologe James C. March plädiert für eine ‚Technologie der Torheit‘. Er
meint damit aber nicht Albernheit, sondern Verspieltheit, um Raum für Experimente zu
schaffen. Organisationen kommen nicht ohne Wege aus, Dinge zu tun, für die sie keine
guten Gründe haben. Es existiert in allen Entscheidungssituationen eine Menge
Unsicherheit und Konfusion, die von den traditionellen Managementkonzepten und
verstaubten BWL-Theorien ignoriert werden", so Klug, Mitglied der Geschäftsführung von
Ityx http://www.ityx.de/blog/. 

Experten gehen davon aus, dass virtuelle Unternehmensnetzwerke in Zukunft zur
dominierenden Organisationsform der Wirtschaft zählen. Die Partnernetzwerke spielen ihre
Stärken aus, indem sie Wissen zusammenführen, Risiken und Kosten teilen, die
Auslastung erhöhen und den Kundenservice verbessern. „Inzwischen vernetzen sich
Unternehmen in drei Richtungen: Sie bringen auf verschiedene Abteilungen und
Standorte verteilte Mitarbeiter über Web-2.0-Technologien und integrierte
Kommunikationsplattformen zu Projektteams zusammen. Im nächsten Schritt wird Team
Collaboration zu Cross Company Collaboration - die firmenübergreifende Vernetzung mit
Zulieferern, Partnern und Kunden", erläutert Hagen Rickmann, Geschäftsführer Service
von T-Systems. http://www.t-systems.de/tsip/de/167566/startseite/uebertsystems/best-
practice-online?et_cid=10&et_lid=11&et_sub=DE_UTS_QL-Best-Practice Wer zudem mit
Kunden direkt an Produkten und Dienstleistungen arbeite, setzt auf „Mass Collaboration",
um die Wünsche der späteren Käufergruppe schon in die Entwicklung einzubeziehen.
„Wer Collaboration im Unternehmen etablieren möchte, muss sich auch Gedanken über die
Technik und die Organisation machen. Hier verschmelzen wie in kaum einer anderen
Disziplin Informations- und Telekommunikationstechniken", resümiert Rickmann. 

Siehe auch: 
Studie: Kollaborieren oder kollabieren? - Organisationen im Netzwerkstress.
http://gunnarsohn.wordpress.com/2009/01/18/studie-kollaborieren-oder-kollabieren-
%E2%80%93-organisationen-im-netzwerkstress/
Höchstleister planen nicht. http://ne-
na.de/H%C3%B6chstleister%20planen%20nicht:%20Wie%20Unternehmen%20mit%20%C
3%9Cberraschungen%20fertig%20werden
Wie man verkrustete Organisationen überlistet (Youtube-Interview).
http://www.youtube.com/watch?v=yaqgRRIMd8Y
James G. MARCH, Emeritus Professor at Stanford (Rede auf Youtube).
http://www.youtube.com/watch?v=bztgYMoTEjMWeitere Infos zu dieser Pressemeldung:

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drucken  als PDF  Globale Beleuchtung  mit Atrium Designer von Lumatix für digitalen 3D Design-Prozess ab sofort verfügbar Tablet PCs und Smartphones: Hersteller und Netzbetreiber müssen ihre Servicekonzepte anpassen – Hybrid-Kompetenzen gefragt
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 29.06.2011 - 20:19 Uhr
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