Sommerhitze - jetzt die Nieren schützen
Zentralstelle im Wasserhaushalt
Täglich entsorgt die Niere mit dem Urin Substanzen wie Harnstoff, die als Abfallprodukte im Stoffwechsel entstehen. Auch für die Ausscheidung von Arzneimitteln ist die Niere zuständig. Dazu braucht sie aber ausreichend Flüssigkeit. Bei zu geringen Trinkmengen kann die Niere die Ausscheidung reduzieren: Damit geht weniger Wasser verloren, gleichzeitig wird aber auch die Entsorgung eingeschränkt. Auch das Risiko für Infektionen der Harnwege und Nierensteine steigt, wenn weniger Urin produziert wird.
Genügend und richtig trinken
Deshalb ist es wichtig, ausreichend zu trinken: Etwa 1,5 Liter pro Tag werden für Erwachsene empfohlen. Wer bereits unter Nierenschäden leidet oder Herzprobleme hat, sollte die Trinkmenge mit seinem Arzt absprechen, denn hier können unter Umständen andere Regeln gelten.
Besonders ältere Menschen und Kinder trinken häufig zu wenig. Hier können einfache Maßnahmen helfen, etwa zu jeder Haupt- und Zwischenmahlzeit ein großes Glas Wasser zu trinken. Und man sollte rechtzeitig trinken: Wenn Durst auftritt, besteht im Körper bereits ein Flüssigkeitsmangel. Am besten eignen sich als Getränke Mineralwasser, Kräutertees oder verdünnte Fruchtsaftschorlen. Limonaden und andere zuckerhaltige Getränke liefern zu viele Kalorien. Kaffee und koffeinhaltige Tees sowie Alkohol sollte man nur in Maßen zu sich nehmen.
Nieren und Bluthochdruck
Wer unter hohem Blutdruck leidet, kann auch leichter Nierenschäden bekommen, die die Leistungsfähigkeit des Ausscheidungsorgans einschränken. Deshalb ist es wichtig, die verordneten Medikamente regelmäßig einzunehmen und sich auch an die anderen Tipps zu halten: nur maßvoll salzen, Übergewicht reduzieren sowie gesund und kalorienarm essen.
Gefahr bei Diabetes
Die zweite große Gefahr für die Niere ist Diabetes. Die erhöhten Blutzuckerwerte können die kleinen Blutgefäße in der Niere angreifen. Schrittweise lässt dann die Filterfunktion nach. Deswegen treten bei Diabetikern besonders häufig Nierenschäden auf. Vorbeugen lässt sich aber mit einer guten Einstellung des Blutzuckers. Ähnlich wie auch beim Bluthochdruck, der bei älteren Diabetikern häufig zusätzlich besteht, können Betroffene aber selbst aktiv am Schutz der Niere mitarbeiten: Gewichtsreduktion und Bewegung verbessern die Stoffwechselwerte und senken den Blutdruck. Auch zu hohe Blutfettwerte können die Nieren belasten. Neben Medikamenten kann gesunde Ernährung helfen, bei der pflanzliche Fette mit ungesättigten Fettsäuren bevorzugt werden. Tierische Fette, die viele ungesättigte Fettsäuren enthalten, wirken sich eher ungünstig auf die Blutfettwerte aus.
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Datum: 06.07.2011 - 08:31 Uhr
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