Betriebserlaubnis entzogen für eine Neuentwicklung am Fahrzeugmarkt. Ein deutscher Hersteller durch EU Kommission gestoppt.
(firmenpresse) - Wegen nicht nachweisbarer Übereinstimmung eingebauter Innenausrüstungsteile mit den vorgelegten Prüfzeugnissen hat die zuständige EU Kommission Ende 2007 einem deutschen Fahrzeughersteller die Betriebserlaubnis für eine seiner Neuentwicklungen verweigert.
Selbst der zuständige deutsche Bundesminister protestierte damals in den Medien gegen die Entscheidung der EU Kommission.
Irgendwo der falsche Weg.
Es ist ein gefährliches Spiel mit der Sicherheit der späteren Fahrzeugnutzer. Die EU Richtlinien für den Fahrzeugbau sind eindeutig, diese verlangen mehr Sicherheit, nicht nur im Straßenverkehr, sondern speziell auch in den Fahrzeugen, die sich auf europäischen Straßen bewegen. Dazu gehört heute eben auch der erhöhte Flammschutz für Innenausbauteile.
Fast jeden Tag verbrennen auf europäischen Straßen Menschen in ihren verunfallten Fahrzeugen, das ist rein technisch nicht nötig. Klar kosten diese Umrüstungen und Neuzulassungen der bisher üblichen Innenausbauteile ein horrendes Geld in den Zulassungs- und Prüfverfahren. Das dient aber eindeutig der Sicherheit der Fahrzeugnutzer und die steht vor dem Profit des Fahrzeugherstellers.
Allerdings ist aus anderen Industriebereichen auch bekannt, dass diverse Hersteller von Rohprodukten für die Herstellung von Innenausrüstungsteilen, die ja in der Regel, in Ihrer Basis aus Pappe, Wollrecyclate, Kunststoffen usw. bestehen, im Bereich der Prüf- und Zulassungsverfahren "variabel" arbeiten. Da wird schon einmal der Hinweis in den Begleitpapieren der Produkte vergessen, dass die eingesetzten Flammschutzmittel migrieren (Ausdiffundieren), damit sinkt der Flammschutz. Dieser Umstand ist z. B. auch aus dem Bau- und Messebereich bekannt, hier haben aber die Messeveranstalter reagiert, es steht heute in den Ausstellungsbedingungen, Messestände haben die Bedingungen der DIN 4102 oder der neuen EU-Norm EN 13501-1 zu erfüllen. Andere Hersteller von vorgeblich flammfesten Papieren oder Pappen behaupten gegenüber potentiellen Kunden unverfroren, "Sie hätten Systemprüfzeugnisse für Ihre Produktion". Solche Systemprüfzeugnisse gibt es jedoch überhaupt nicht.
Insgesamt betrachtet sind solche Machenschaften ein gefährliches Spiel mit unser aller Sicherheit, aus diesem Grund war die Massnahme der EU Kommission in diesem speziellen Fall richtig, es müssen in Fragen unser aller Sichergheit eindeutige Zeichen gesetzt werden, auch wenn es wehtut.
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