NABU und das Land Brandenburg erörtern Anbau von Genmais und Probleme für Imker

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NABU und das Land Brandenburg erörtern Anbau von Genmais und Probleme für Imker



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Land Brandenburg unterstützt Gentechnikfreie Region
NABU und Umweltministerium erörtern Anbau von Genmais und Probleme für Imker

Berlin ? "Die meisten Brandenburgerinnen und Brandenburger lehnen gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Der Anbau solcher Pflanzen birgt unkalkulierbare Gefahren für die Umwelt. Insofern sollten neben der Politik auch Verbraucher mit ihrem Konsumverhalten ein klares Zeichen setzen", so Staatssekretär Daniel Rühmkorf auf der Fachtagung "Bt-Maisanbau in Brandenburg ? Stand und Perspektiven" beim NABU-Bundesverband in Berlin. Seit die EU-Kommission angekündigt hat, den Mitgliedsstaaten die Entscheidung über den Anbau von gentechnisch verändertem Mais zu überlassen, ist Bewegung in das Thema gekommen. Die Bundesregierung berät zurzeit einen Gesetzentwurf, der den Bundesländern die Möglichkeit geben soll, eigene Koexistenz-Abstände festzulegen. "Brandenburg war ein Vorreiter bei den Gentechnikfreien Regionen und das soll auch so bleiben", so der Staatssekretär.
Auf der Fachtagung ging es um die Perspektiven für Brandenburg vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen auf Bundes- und europäischer Ebene. Ein Schwerpunkt lag bei der Einschätzung des Stellenwertes gentechnikfreier Regionen, in denen sich zunehmend und europaweit eine ablehnende Haltung von Produzenten und Verbrauchern wiederspiegelt. "Hier ist eine Bürgerbewegung des 21. Jahrhunderts entstanden, die die Politik nicht ignorieren kann", kommentierte Rühmkorf die in Brüssel vorgelegten eine Million Unterschriften für gentechnikfreie Landwirtschaft. Er kündigte an, dass sein Ministerium zu diesem Thema eine Ausstellung vorbereitet.
Die Verknüpfung von Verbraucher- und Umweltschutz war der zweite Schwerpunkt der Tagung, in der es um die Belastung von Honig mit gentechnisch veränderten Pollen ging. Die unklare Rechtslage hat dieses Problem bis zum Europäischen Gerichtshof geführt. Dessen Entscheidung wird mit Spannung erwartet und weitreichende Folgen für die Imker und die Transparenz bei der Vermarktung von Lebensmitteln haben. "Mit der Verbreitung des Pollens in der Umwelt fängt das Problem an. Gentechnisch veränderter Pollen gefährdet sensible Ökosysteme und unsere Nahrungsmittel", so NABU-Agrarexpertin Steffi Ober. "Die Bevölkerung will keine Gentechnik auf ihren Äckern und auf ihren Tellern. Dieses Signal muss die Politik aufnehmen."




Für Rückfragen:
Dr. Steffi Ober, NABU-Referentin Agro-Gentechnik, Tel. 0172-5254 198
Im Internet zu finden unter http://www.NABU.deUnternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Höchste Väterbeteiligung beim Elterngeld weiterhin in Jena Wie Wasserknappheit die Ernährungssicherheit bedroht
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Datum: 22.07.2011 - 08:10 Uhr
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