Gröhe: Kultur des Hinsehens statt Wegschauens
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Gröhe: Kultur des Hinsehens statt Wegschauens
Der Präventionsgipfel des Bundesinnenministeriums setzt ein starkes Signal für ein friedliches und sicheres Miteinander in unserem Land. Es ist gut und richtig, dass Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich Vertreter der Politik, von Sicherheitsbehörden und muslimischen Verbänden an einen Tisch holt, um darüber zu beraten, wie man gemeinsam der Radikalisierung von jungen Muslimen wirkungsvoll entgegentreten kann. Die Sicherheitspartnerschaft ist hierbei ein sinnvolles und in einigen Bundesländern und Kommunen bereits bewährtes Instrument.
Es geht um die Stärkung eines guten Miteinanders. Eine vertrauensvolle und verlässliche Partnerschaft von Sicherheitsbehörden mit muslimischen Vereinen und Moscheegemeinden kann dabei helfen, Radikalisierungstendenzen zu erkennen und Anschläge zu verhindern. Das familiäre und soziale Umfeld bekommt häufig als erstes mit, wenn sich ein Jugendlicher radikalisiert, extremistischer Ideologie und islamistischer Hasspredigt verfällt. Eine erfolgreiche Bekämpfung radikaler Gruppen trägt dazu bei, die ganz überwältigende Mehrheit rechtstreuer Muslime vor ungerechtfertigter, pauschaler Verdächtigung zu schützen. Zudem fürchten gerade diese friedliebenden Muslime islamistische Extremisten.
Die CDU ist die Partei der inneren Sicherheit. Wir unterstützen deshalb den Bundesinnenminister bei einem weiteren Ausbau der Sicherheitspartnerschaft. Wir rufen alle muslimischen Verbände und Vereine dazu auf, daran engagiert mitzuwirken. Denn Sicherheit geht alle an. Nur mit einer Kultur des Hinsehens und nicht des Wegschauens können wir im Kampf gegen islamistische Propaganda erfolgreich sein. Auch die Opposition ist hier zum konstruktiven Mitwirken herzlich eingeladen - anstatt dieses wichtige Thema für billige Attacken auf den Bundesinnenminister zu missbrauchen.
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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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