Praevention: SPD legt vor, Schwarz-Gelb im Tiefschlaf

Praevention: SPD legt vor, Schwarz-Gelb im Tiefschlaf

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Praevention: SPD legt vor, Schwarz-Gelb im Tiefschlaf



(pressrelations) - Zur heutigen Debatte des SPD-Antrages "Potenziale der Praevention erkennen und nutzen - Praevention und Gesundheitsfoerderung ueber die gesamte Lebensspanne staerken" erklaert die zustaendige Berichterstatterin der SPD-Bundestagsfraktion Angelika Graf:

Deutschland muss endlich die Chancen und Potenziale der Praevention erkennen und nutzen. Praevention und Gesundheitsfoerderung vermeiden das Entstehen von Erkrankungen, koennen Erkrankungen abmildern oder diese deutlich hinauszoegern. Das nuetzt nicht nur den Patientinnen und Patienten, sondern entlastet auch die Beitragszahler von unnoetigen und vermeidbaren Kosten. Mit unserem Antrag machen wir deutlich, dass Praevention die vierte Saeule im Gesundheitswesen werden muss und stellen die dafuer notwendigen Initiativen und Massnahmen vor.

Unterstuetzt durch ein Fachgespraech mit Expertinnen und Experten, das im Fruehjahr 2011 durchgefuehrt wurde, schlaegt die SPD-Bundestagsfraktion vor, endlich eine nationale Praeventionsstrategie zu entwickeln und einen vernuenftigen gesetzlichen Rahmen fuer eine verbesserte Praevention in Deutschland zu schaffen.

Die derzeitige Praeventionslandschaft ist in hohem Masse fragmentiert, haeufig aktionistisch und zu wenig nachhaltig organisiert. Wir wollen daher eine Stiftung Praevention und Gesundheitsfoerderung, um mehr Mittel fuer die Praevention insgesamt bereitstellen zu koennen und klare Praeventionsziele zu definieren. Bund, Laender und die Sozialversicherungen sollen dieser Stiftung beitreten. Auch die Private Krankenversicherung wollen wir einbeziehen. Ein Nationales Institut fuer Praevention soll die bislang auf diesem Gebiet taetigen Einrichtungen integrieren, Beratungsangebote anbieten, Praeventionsmassnahmen koordinieren sowie die Qualitaetssicherung und Evaluierung verbessern.

Wir fordern, den Lebensweltansatz deutlich staerker zu foerdern als bisher. Wir wollen die Praevention zu den Menschen bringen - nicht umgekehrt. Das ist notwendig, um die verschiedenen Zielgruppen - Aeltere, Kinder, Frauen, Menschen mit Migrationshintergrund - in ihren unterschiedlichen Lebenslagen zu erreichen.



Wir koennen es uns nicht weiter leisten, Praevention und Gesundheitsfoerderung so stiefmuetterlich zu behandeln, wie es die schwarz-gelbe Bundesregierung seit Amtsantritt tut.

Praevention und Gesundheitsfoerderung werden immer mehr zu einer gesamtgesellschaftlichen Aufgabe. Wir muessen endlich die Potenziale, die in ihr stecken, erkennen und besser nutzen.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung ist im Bereich der Praevention und Gesundheitsfoerderung ein Totalausfall. Vor dem Hintergrund einer aelter werdenden Gesellschaft ist die Untaetigkeit der Bundesregierung unverantwortlich und nicht laenger hinzunehmen.

Zwei Luftblasen - ein Kampagnenvorschlag der CSU und ein Abrechnungsziffernvorschlag vom ehemaligen Bundesgesundheitsminister Roesler - waren zu hoeren, nichts Konkretes wurde indes geliefert. Praevention ist mehr als eine Abrechnungsziffer. Es wird Zeit, dass CDU, CSU und FDP dies erkennen und ihren Widerstand gegen den Ausbau der Praevention in Deutschland aufgeben.


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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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