GRÜNE fragen nach Zukunft der Sexualwissenschaft in Frankfurt - Landesregierung muss sich um Erhalt

GRÜNE fragen nach Zukunft der Sexualwissenschaft in Frankfurt - Landesregierung muss sich um Erhalt kümmern

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GRÜNE fragen nach Zukunft der Sexualwissenschaft in Frankfurt - Landesregierung muss sich um Erhalt kümmern



(pressrelations) -
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN hat mit einer Kleinen Anfrage erneut die Zukunft der Sexualwissenschaft in Frankfurt am Main thematisiert. Die Situation an der Sexualmedizinischen Ambulanz des Klinikums der Goethe-Universität hat sich nach Presseberichten stark verschlechtert und die Zukunft der Sexualwissenschaft scheint sehr ungewiss. "Die Arbeit der Sexualwissenschaft ist unverzichtbar und von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Insbesondere in Zeiten, in denen die Bekämpfung des sexuellen Missbrauchs im Fokus der Politik steht, wäre es ein Armutszeugnis, wenn die Sexualwissenschaft in Hessen keine Zukunft mehr hat", so die wissenschaftspolitische Sprecherin der GRÜNEN, Sarah Sorge.

"In Deutschland gibt es neben Frankfurt nur sehr wenige Institutionen, die eine qualifizierte, dem Stand der Forschung entsprechende Versorgung für Patientinnen und Patienten mit sexuellen Problemen und Störungen anbieten. In Süddeutschland ist Frankfurt die einzige Adresse. Gerade beim sexuellen Missbrauch brauchen wir eine gute Beratung für die Opfer, aber auch für potentielle Täter. Und hierfür braucht es weitere Forschung, aber auch eine Anlaufstelle und Fortbildung für Therapeutinnen und Therapeuten."

"Wir wollen deshalb wissen, wie der Stand der Ausschreibung der Professur ist, wie die derzeitigen Arbeitsbedingungen an der Ambulanz sind, wie hoch die Landesregierung den tatsächlichen Bedarf an Diagnostik, Beratung und Behandlung einschätzt und ob nach Meinung der Landesregierung die Ansiedlung an einer anderen wissenschaftlichen Institution denkbar und für die Arbeit der Ambulanz von Vorteil wäre. Wissenschaftsministerin Kühne-Hörmann ist aufgefordert, sich für die Zukunft der renommierten Sexualwissenschaft einzusetzen. Sie darf sich nicht weiter hinter der Autonomie der Stiftungsuniversität verstecken. Es kann nicht sein, dass sich das Sozial-, Justiz- und Kultusministerium gemeinsam Maßnahmen gegen den sexuellen Missbrauch überlegen und das Wissenschaftsministerium sich zeitgleich nicht um den Erhalt der wissenschaftlichen Grundlage dafür kümmert", so Sarah Sorge.



DIE GRÜNEN hatten bereits im März 2010 mit einer Kleinen Anfrage (Drucksache 18/2149) nach der Zukunft der Sexualwissenschaft gefragt und Ende des Jahres auch im Ausschuss für Wissenschaft und Kunst nachgehakt. Zum damaligen Zeitpunkt stand die Ausschreibung der 2006 versprochenen Professur noch immer aus.

Kleine Anfrage Zukunft der Sexualwissenschaft [1]


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Datum: 22.07.2011 - 08:11 Uhr
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