Warum Indien eine der weltweit beliebtesten Investitionsregionen ist
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Keine andere Ländergruppe hat in den vergangenen Jahren so zum weltwirtschaftlichen Wachstum beigetragen wie die so genannten BRIC-Länder: Brasilien, Russland, China und Indien.
Darüber hinaus verfügt ein immer größer werdender Prozentsatz der Inder über eine ausgezeichnete schulische Bildung mit englischsprachigem Hintergrund. Aufgrund der exzellent ausgebildeten Fachkräfte ist Indien bereits heute für internationale Konzerne der bevorzugte Outsourcing-Standort für IT-Dienstleistungen. Das günstige demografische Profil, der stabile Dienstleistungssektor, der mit 54 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) einen außerordentlich hohen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Leistung erbringt, sowie die niedrigen Lohnkosten sind die wichtigsten Wachstumstreiber für die Expansion des Landes.
In der letzten Dekade verzeichnete Indiens Wirtschaft ein durchschnittliches Wachstum von mehr als 7 Prozent. In den letzten fünf Jahren wuchs das BIP im Durchschnitt sogar um knapp 9 Prozent. Das von der Finanzkrise bestimmte Jahr 2008 sorgte für eine leichte Abkühlung, aber das erreichte BIP-Wachstum von 6,6 Prozent lag immer noch weit über den Wachstumszahlen der westlichen Industriestaaten. Ökonomen gehen davon aus, dass Indien das Land mit dem größten jährlichen BIP-Wachstum zwischen den Jahren 2005 bis 2050 sein wird.
Für die konstant wachsende indische Wirtschaftsleistung gibt es vielfältige Ursachen. Die stetig steigende indische Exporttätigkeit trägt wesentlich zum Wachstum bei. Alle Industrie- und Dienstleistungsbereiche sind für den Welthandel offen und durch das Reformprogramm der indischen Regierung von Handelsbeschränkungen befreit. In der Folge repräsentiert der Außenhandel bereits ein Drittel der indischen Wirtschaftsleistung und wächst jährlich stetig an.
Für in- und ausländische Investoren ist der Markt deshalb in höchstem Maße attraktiv. Indien verfügt aktuell mit knapp 39 % über eine sehr hohe Investitionsquote gemessen am geschätzten BIP für 2010 in Höhe von rund 4.000 Mrd. US-Dollar. Dabei floss ein wesentlicher Anteil der Investitionen in den Dienstleistungssektor sowie in die Industrie. Die Summe der ausländischen Direktinvestitionen belief sich 2010 auf rund 191 Mrd. US-Dollar.
Ob der wirtschaftliche Aufschwung Indiens von Dauer sein kann, hängt zu großen Teilen von der Einkommensverteilung und von der Bildung einer kaufkräftigen Mittelschicht ab. Nach den Reformen der 90er Jahre hat sich die Einkommensverteilung in Indien deutlich verbessert. Die anhaltende Liberalisierung sorgt außerdem für eine wachsende Mittelschicht. Zu den wichtigsten Maßnahmen des Reform-Programms gehörten Steuersenkungen, Privatisierungen staatseigener Unternehmen, die Entflechtung der Bürokratie und der Wegfall von Handelsbeschränkungen. Zudem ist das Verhältnis der Verschuldung gegenüber ausländischen Gläubigern zum BIP in Indien um einiges geringer als in vielen anderen westlichen Ländern. Alles in allem wichtige Faktoren, die Indien zu einem reizvollen Investitionsziel für Investoren machen!
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Datum: 22.07.2011 - 11:00 Uhr
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