Bundesregierung spielt beim Kormoranmanagement auf Zeit

Bundesregierung spielt beim Kormoranmanagement auf Zeit

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Bundesregierung spielt beim Kormoranmanagement auf Zeit



(pressrelations) - "Wenn die Bundesregierung ihr Schneckentempo beibehält, wird es in absehbarer Zeit kein bundesweites Kormoranmanagement geben. Einen Grund für das zögerliche Vorgehen gibt es nicht. Es liegen ausreichend Daten und Fakten auf dem Tisch. Und es wäre unverantwortlich, dieses Problem nach dem Motto 'keine Fische - keine Kormorane' dem Lauf der Natur zu überlassen", erklärt Jan Korte, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE, zur Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Frage nach dem Zeitplan für ein bundesweites Kormoranmanagement. Korte weiter:

"Im Oktober 2011 will Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) den Ländern eine Analyse und Bewertung der durch Kormorane entstandenen Schäden sowie der Bestandsmanagementmaßnahmen der Länder vorlegen. Mehr in Richtung eines bundesweiten Kormoranmanagements geschieht nach Auskunft der Bundesregierung derzeit nicht. Es drängt sich der Verdacht auf, dass die Bundesregierung sich noch gar nicht für ein bundesweites Kormoranmanagement entschieden hat. Denn Daten über die von Kormoranen verursachten Schäden an den Fischbeständen natürlicher und künstlicher Gewässer gibt es zur Genüge.

Am 11. Mai haben die Regierungsfraktionen im federführenden Landwirtschaftsausschuss gegen einen Antrag der Fraktion DIE LINKE gestimmt, ein Kormoranmanagement einzuführen. Die Koalition erarbeite gerade selbst einen Antrag zum Thema, hieß es. Die FDP erklärte großspurig, ein entsprechender Antrag würde noch vor der Sommerpause eingebracht. Passiert ist nichts."


F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
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Datum: 22.07.2011 - 12:30 Uhr
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