Kein Geld fuer attraktive Streitkraefte - Regierung lehnt Unterausschuss ab
ID: 448221
Kein Geld fuer attraktive Streitkraefte - Regierung lehnt Unterausschuss ab
Nach der eingebrachten Kabinettsvorlage fuer den Verteidigungshaushalt 2012 steht fest, dass am Einsparziel von
8,3 Milliarden Euro formal festgehalten wird. Das es dennoch "nicht so dick" fuer den Etat kommt, liegt an einem Trick: Die Kosten fuer den Abbau des Zivilpersonals werden einfach in den Einzelplan 60 ausgelagert. Die Haushaltsmittel fuer die Zeit- und Berufssoldaten werden um zwei Milliarden Euro gekuerzt, obwohl noch kein Personalstrukturmodell vorliegt. Wenn am angestrebten Umfang von 170.000 Zeit- und Berufssoldaten festgehalten werden soll, muessen etwa 20 Prozent der Offiziers- und Unteroffiziersstellen in Mannschaftsdienstposten umgewandelt werden.
Das sind schlechte Nachrichten fuer die schrumpfende Bundeswehr.
Die Reduzierung des zivilen Personals in den Wehrverwaltungen um nochmals 20.000 Dienstposten ist katastrophal. Zivilpersonal kann und muss die Soldaten deutlich entlasten. Dass zeigen alle Erfahrungen der Nachbarlaender, die die Wehrpflicht abgeschafft haben. In Frankreich betraegt das Verhaeltnis Soldat/Zivilist - aehnlich wie in Deutschland - drei zu eins, in Grossbritannien zwei zu eins und in den USA 1,5 zu eins. Personal unter diesen Vorgaben abzubauen, bedeutet fuer die betroffenen Soldatinnen und Soldaten sowie die Zivilbeschaeftigten eine Zumutung.
Bitter ist auch, dass mit den Sparvorgaben ein zwingend notwendiges Attraktivitaetsprogramm nicht finanziert werden kann. 82 Vorschlaege, wie die Bundeswehr als Arbeitgeber fuer junge Menschen attraktiv werden kann, liegen seit fast einem Jahr dem Ministerium vor. Die SPD hat in der letzten Sitzung des Verteidigungsausschusses vor der Sommerpause einen Antrag auf Einsetzung eines Unterausschusses "Attraktivitaet" gestellt. Er wurde von den Regierungskoalition abgelehnt. Das zeigt einmal mehr wie gross das tatsaechliche Interesse ist, eine attraktive Bundeswehr zu schaffen.
© 2010 SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 22.07.2011 - 12:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 448221
Anzahl Zeichen: 2561
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 239 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kein Geld fuer attraktive Streitkraefte - Regierung lehnt Unterausschuss ab"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Merkels sogenannte 'Partnerschaft mit Afrika' ist Schönfärberei ...
c kritisiert Rohstoffjagd Anlässlich der Reise der Bundeskanzlerin wirft das globalisierungskritische Netzwerk Attac der Bundesregierung Schönfärberei und Egoismus vor. Roland Süß vom Attac Koordinierungskreis: "Ginge es Merkel tatsächlich um die Beseitigung von Hunger und Armut in Af
Klage gegen das Land Hessen - Poschs ideologische Verbohrtheit gegen die Umweltzone ...
Anlässlich der Klage einer Wiesbadener Bürgerin und der Deutschen Umwelthilfe gegen den Einspruch von Verkehrsminister Posch (FDP) zur Einführung einer Umweltzone in Wiesbaden fordert die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die Landesregierung erneut auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben.
FDP-Bilanz - Die Geister, die wir nicht riefen ...
"Die FDP zeigt sich weiter orientierungslos", erklären die Vorsitzenden der NRW-GRÜNEN, Sven Lehmann und Monika Düker, zur Bilanz der FDP-Spitzen, Bahr und Papke, ein Jahr nach Regierungsverlust der Liberalen. "Nach dem Motto: ?Hartnäckigkeit zahlt sich irgendwann aus? bleibt d
Südsudan braucht Friedenslösungen ohne Militär ...
"Wenn die Bundesregierung es ernst meint mit der friedlichen Entwicklung des Südsudan, sollte Westerwelle auf mehr zivile Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit setzen, statt auf Militär und Unterstützung autoritärer Eliten wie der SPLA", so Heike Hänsel anlässlich der heutigen Sitzung




