Rauchverbot in der Gastronomie: Zahlen lügen nicht - Umsätze sind erheblich eingebrochen
Stellungnahme zur Veröffentlichung des Deutschen Krebsforschungszentrums

(firmenpresse) - Die Umsätze in der Gastronomie sind infolge des Rauchverbotes weiter eingebrochen. Dies geht aus den Veröffentlichungen der Landesstatistikämter und des Statistischen Bundesamtes hervor. Die offiziellen Statistiken stehen im Gegensatz zu den aktuellen Behauptungen von Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg. Die Krebsforscherin hatte gegenüber dem „Spiegel“ (Ausgabe 12/2008 vom 17. März) behauptet, je länger das Gastro-Rauchverbot gelte, „umso positiver entwickeln sich die Umsätze“. In Niedersachsen und Baden-Württemberg – hier gilt das Gastro-Rauchverbot (seit August 2007) am längsten – erlitten 58 Prozent der Gastronomen zum Teil erhebliche Umsatzrückgänge. Nach einer aktuellen Untersuchung des internationalen Marktforschungsinstitutes CHD Expert Deutschland, Scheeßel bei Hamburg, vermeldeten sogar über 40 Prozent der Restaurant- und Kneipenbetreiber einen Gästerückgang von über zehn Prozent.
Die jüngsten Veröffentlichungen des Landesstatistikamtes in Baden-Württemberg untermauern dies: Im letzten Quartal 2007 musste die speisegeprägte Gastronomie einen Umsatzverlust von -5,6 Prozent (im Vergleich zum Vorjahreszeitraum) hinnehmen. In der getränkeorientierten Gastronomie betrug das Umsatzminus sogar -6,7 Prozent.
In Niedersachsen ergibt sich ein ähnliches düsteres Bild: Die Jahresumsätze der getränkegeprägten Gastronomie fielen um über 13 Prozent (im Vergleich zu 2006). Den Zahlen des Landesstatistikamtes zufolge sank 2007 der Umsatz von Schankwirtschaften um rund zwölf Prozent, der von Restaurants noch um -2,5 Prozent.
Auch aus der bundesweiten Erhebung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) geht der allgemeine Umsatzrückgang hervor: Im vergangenen Jahr musste das Gaststättengewerbe in Deutschland ein Minus von -4,9 Prozent verzeichnen. Allein im Dezember betrug der Umsatzverlust -8,1 Prozent.
„Die offiziellen Statistiken ergeben ein eindeutiges Bild“, konstatiert Thilo Lambracht, Geschäftsführer von CHD Expert Deutschland. „Die Umsätze in der Gastronomie sind gegen Ende des vergangenes Jahres zum Teil erheblich eingebrochen, hauptsächlich infolge des Rauchverbotes.“ Die Nichtraucherschutzgesetze sind nicht der alleinige Grund für das teilweise existenzbedrohende Umsatzminus (vor allem in der Einraum-Gastronomie), wohl aber der Auslöser. „Der Nichtraucherschutz ist ein wichtiges Ziel“, so Lambracht, „jedoch die aktuellen Zahlen als positives Ergebnis umzudeuten, ist unangebracht.“
CHD Expert untersucht regelmäßig die Umsatzentwicklung im deutschen Gastgewerbe. Die Zahlen werden regelmäßig in der Fachzeitung „AHGZ“ veröffentlicht. Die aktuelle Studie „Die Folgen des Rauchverbots – Sechs Monate Erfahrungen mit dem Nichtraucherschutz in der Gastronomie in Baden-Württemberg und Niedersachsen“ (113 Seiten, erschienen Ende Februar 2008, EUR3.050 zzgl. MwSt.) ist zu bestellen per Telefon (04263/301300) oder eMail (info@chd-expert.de).
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Datum: 25.03.2008 - 15:35 Uhr
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Freigabedatum: 25.03.2008
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