Bundesinnenministerium startet Modellprojekte für eine bürgernahe Verwaltung im demografischen Wandel
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Bundesinnenministerium startet Modellprojekte für eine bürgernahe Verwaltung im demografischen Wandel
Der demografische Wandel stiftet neue Allianzen. Bund, Länder und Kommunen erproben und entwickeln vor Ort gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger die Struktur und die Arbeitsweise der Verwaltung von morgen.
Die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Cornelia Rogall-Grothe, hat heute in Berlin den Startschuss für zwei Modellprojekte gegeben. Sie haben das Ziel, die öffentliche Verwaltung zukunftsfest und bürgernah aufzustellen. Im Freistaat Sachsen wird das Projekt "Bürgerterminal und mobile Bürgerbüros als Bestandteil moderner Bürgerservices im ländlichen Raum" in mehreren Modellregionen erprobt, in Mecklenburg-Vorpommern wird das Projekt "Kooperative Bürgerbüros und Einführung der einheitlichen Behördenrufnummer 115 im Landkreis Ludwigslust und der Region Westmecklenburg" durchgeführt.
In einer einjährigen Konzeptphase soll in den vom demografischen Wandel betroffenen Regionen untersucht werden, wie die Leistungen der öffentlichen Verwaltung auch in Zukunft nah an den Bedürfnissen der Bürger ausgerichtet werden können.
Dabei sollen mehr mobile und virtuelle Bürgerservicedienste sowie zeit- und ortsunabhängige Dienstleistungen erprobt werden. "In dünn besiedelten Regionen der neuen Bundesländer soll auch in Zukunft die Verwaltung erreichbar sein, zuverlässig und effizient arbeiten", betonte Rogall-Grothe. "Damit wird auch ein Beitrag zur Umsetzung der Nationalen E-Government-Strategie geleistet." Das Bundesinnenministerium unterstützt die beiden Projekte mit jeweils 100.000 Euro.
Gemeinsam mit Staatssekretärin Rogall-Grothe unterzeichneten die Staatssekretäre aus dem sächsischen Staatsministerium der Justiz und für Europa, Dr. Wilfried Bernhardt und aus dem Innenministerium des Landes Mecklenburg-Vorpommern, Thomas Lenz, die Vereinbarung für die Modellprojekte ebenso wie der Landrat des Landkreises Ludwigslust, Rolf Christiansen und der Geschäftsführer des Zweckverbandes für Kommunale Informationsverarbeitung Sachsen, Martin Schmeling.
Staatssekretär Dr. Bernhardt erklärte: "Eine schnelle und bürgernahe Verwaltung darf sich nicht auf die Ballungsräume beschränken, sondern muss auch im ländlichen Bereich garantiert sein. Bei der Bewältigung der vielfältigen Herausforderungen setzen wir in Sachsen auf die Potentiale moderner Informations- und Kommunikationstechnologien. Ich freue mich, dass die Bundesregierung unsere Pilotprojekte mit dem Bürgerterminal als audio-visuellem Zugang sowie die mobilen Bürgerdienste unterstützt."
Staatssekretär Lenz sagte bei der Veranstaltung: "Mit Projekten wie diesen sind wir auf einem guten Weg zu mehr Bürgerfreundlichkeit und Transparenz. Unsere Bürgerinnen und Bürger sollen unabhängig von ihrem Wohnort einen schnellen und komfortablen Zugang zu allen Leistungen der Verwaltung haben."
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Datum: 09.08.2011 - 18:30 Uhr
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