BRENNSTOFFSPIEGEL: Erneuerter Preisanstieg lähmt Heizöl-Handel
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Gerüchte bestimmen derzeit das Handeln der Anleger an den Warenterminbörsen. Mehr nicht. Heute verhielten sich die Rohölnotierungen ruhig, statt nach den gestrigen Gewinnen abzusinken, was der tatsächlichen Marktlage entsprochen hätte. Stattdessen baut man auf Aussagen der FED zur US-Konjunktur. Heizöl wurde hierzulande aufgrund der gestrigen Gewinne deutlich teurer. Einmal mehr hatte der nach wie vor schwache Euro daran einen nicht unbedeutenden Anteil.

(firmenpresse) - LEIPZIG. (Ceto) Seitwärts, die gestrigen Gewinne von rund 3 US-Dollar ja Barrel hartnäckig verteidigend – das ist das simple Resultat des bisherigen Handelstages an den Warenterminbörsen. Weder Nordseeöl (Brent) noch US-Leichtöl (WTI) machten größere Sprünge. Marktdaten fehlen, sprich: die Lage ist unverändert. Und das heißt: An sich preisdrückend. Warum die Preise dennoch stabil auf hohem Niveau verharren, ist nur mit der Psychologie der Anleger zu erklären.
So werteten sie die Einschätzung der US-Notenbank FED zur konjunkturellen Lage, die eigentlich jeder positiven Grundlage entbehrt, als baldiges Geschenk an billigen Dollars. Auch Obamas 300 Milliarden schweres Jobprogramm mag das seinige dazu beigetragen haben. Zudem gehen Analysten von sinkenden Rohöl-Beständen aufgrund der Hurrikan-Saison im Golf von Mexiko aus. Das alles hat jedoch mit dem Markt nicht viel zu tun. Denn trotz Produktionsausfall gibt es genug Öl in Nordamerika – und das bei deutlich geringerer Nachfrage. Es ist eine Frage der Zeit, bis sich diese Ansicht auch bei Marktteilnehmern durchsetzt. Wie zum Beweis rutschte der DOW Jones heute nach Börsenöffnung ins Minus – und mit ihr sämtliche wichtigen amerikanischen Indizes.
Auch wenn in Europa heute die Aktienmärkte deutlich ins Plus schossen – analog der Neuen Welt besteht hier ebenso wenig Grund für Euphorie, Stichwort Euro-Krise und schleppende Konjunktur. „Wir gehen weiterhin davon aus, dass der Brentölpreis in den kommenden Wochen unter die Marke von 110 US-Dollar je Barrel fällt“, lautet denn auch das hoffnungsvolle und verbraucherfreundliche Fazit von Eugen Weinberg, Chefanalyst bei Branchendienst Commerzbank Commodity Research.
Nach drei Tagen mit Abschlägen in Folge ging es erstmals mit den Heizölpreisen, die den gestrigen Gewinnen in London und New York folgten, bergauf – und zwar ein ganzes Stück. Der schwächelnde Euro, der nicht mehr über 1,41 US-Dollar kommt, tat sein übriges. Die 100-Liter-Partie bei einer Gesamtlieferung von 3.000 Litern kostet nun bundesdurchschnittlich 84,18 Euro, das sind 96 Cent mehr als gestern.
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Datum: 07.09.2011 - 16:14 Uhr
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