Laien und Bischöfe tragen Antikapitalismus wie eine Monstranz vor sich her
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KCP Executives-Chef Marc Emde kritisiert marktfeindliche Botschaften des 97. Deutschen Katholikentages

(firmenpresse) - Köln, 27. Mai 2008 – Der 97. Deutsche Katholikentag ist gestern in Osnabrück zu Ende gegangen. „Das Treffen hat wieder einmal gezeigt, dass katholische Laienverbände und Bischöfe oft ein gestörtes Verhältnis zum Markt haben. Eigentlich wäre es die Aufgabe einer solchen Massenveranstaltung, die Botschaft Jesu Christi unter die Leute zu bringen. Leider aber tragen viele Laien und Würdenträger ihren Antikapitalismus wie eine Monstranz vor sich her“, kritisiert der Kölner Wirtschaftsexperte Marc Emde vom Personaldienstleistungsunternehmen KCP Executives.
Insbesondere am Abschlusswochenende hatten Vertreter der katholischen Kirche und Gäste nach einem stärkeren Engagement des Staates gerufen. Laut einem Zeitungsbericht sagte Reinhard Marx, der auch Vorsitzender der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen der Deutschen Bischofskonferenz ist, „er habe noch „nie eine Sympathie für Hartz IV“ als Dauerlösung gehabt. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, begrüßte einer offiziellen Pressemitteilung zufolge, dass sich immer mehr Katholiken bei den Sozialdemokraten engagieren.
„Was würde die Kirche eigentlich dazu sagen, wenn Vertreter der Wirtschaft permanent Vorschläge unterbreiten würden, wie dem Priestermangel abzuhelfen sei, wie Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche zu behandeln seien, in welcher Form Pfarrgemeinden zusammengelegt werden sollten und ob der Klerus eine konservativere oder liberalere Richtung einschlagen sollte. Zugeben, das klingt absurd. Aber ebenso absurd ist es, wenn Leute, welche die nötige Sachkenntnis nicht mitbringen, ein Forum wie den Katholikentag dazu missbrauchen, um Stimmung gegen den Kapitalismus zu betreiben.“
Falls es zutreffe, dass ein Friedensaktivist in einem Gottesdienst vor rund 100 Gläubigen die gewalttätigen Proteste „des zivilen Ungehorsames“ vom G 8-Gipfel in Heiligendamm verteidigt habe, dann sei dies ein Skandal. „Chaoten haben damals mehrere hundert Polizisten teilweise schwer verletzt. Hier muss sich die Kirche scharf distanzieren. Gewalttätiger Antikapitalismus darf in Deutschland keine Chance haben und ist mit der Botschaft der Liebe, welche die Christen predigen, schon gar nicht kompatibel“, so Emde.
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