Vor 40 Jahren: Friedensnobelpreis an Willy Brandt
ID: 502981
Vor 40 Jahren: Friedensnobelpreis an Willy Brandt
Anlässlich der Entscheidung des Nobel-Komitees am 20. Oktober 1971, den Friedensnobelpreis an Bundeskanzler Willy Brandt zu verleihen, erklärt Sigmar Gabriel, Vorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands:
Am 20. Oktober 1971 entschied das Nobel-Komitee in Oslo, Bundeskanzler Willy Brandt für das Jahr 1971 den Friedensnobelpreis zu verleihen. Damit wurden Willy Brandts aktive Friedenspolitik und sein unermüdlicher Einsatz für die Annäherung innerhalb des geteilten Europas geehrt.
Willy Brandts Credo, dass deutsche Außenpolitik Friedenspolitik sei, ist inzwischen fester Bestandteil eines parteiübergreifenden Konsenses in Deutschland. Es war Willy Brandt, der dafür die Grundlagen gelegt hat. Er hat deutlich gemacht, dass Außenpolitik einer eindeutigen Werteorientierung bedarf und sich aktiv um die Schaffung von Frieden bemühen muss. Für Brandt waren Real- und Friedenspolitik kein Widerspruch. Er begriff Friedenspolitik als die wahre Realpolitik seiner Epoche. Daran orientieren wir uns auch heute noch in der Außenpolitik, der Entwicklungszusammenarbeit und der Sicherheitspolitik.
Friedenspolitik bedeutet, sich aktiv um ein friedliches Miteinander zu bemühen und dabei Schritt für Schritt Bindungen und Vertrauen zu schaffen. Dieses Prinzip des "Wandels durch Annäherung" ist die zweite Leitlinie unserer Außenpolitik geworden. "Vertrauen schaffen durch praktisch funktionierende Regelungen", so nannte es Willy Brandt in seiner Rede in Oslo.
Als dritten Pfeiler hatte Willy Brandt das Friedensprojekt Europa ins Zentrum seiner Politik gestellt. Für ihn war die Orientierung deutscher Politik an Europa eine der wichtigsten Lehren aus dem ersten und zweiten Weltkrieg. "Durch Europa kehrt Deutschland heim zu sich selbst und den aufbauenden Kräften seiner Geschichte." Dieses in seiner Osloer Rede vorgestellte Verständnis von Europa wies damals schon weit über den engen Tellerrand des westlichen Bündnisses hinaus.
Der Friedensnobelpreis für Willy Brandt mahnt die Politik, angesichts der jeweils aktuellen Herausforderungen nicht zu verzagen, sondern immer zu bedenken, dass die politischen Verhältnisse grundsätzlich veränderbar sind.
Sozialdemokratische Partei Deutschlands
Parteivorstand
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin
Telefon (030) 25991-300
FAX (030) 25991-507
Herausgeberin: Andrea Nahles
Redaktion: Tobias Dünow
e-mail: pressestelle@spd.de
http://www.spd.de
http://www.meinespd.net/
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.10.2011 - 16:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 502981
Anzahl Zeichen: 2866
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 349 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Vor 40 Jahren: Friedensnobelpreis an Willy Brandt"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Lesben und Schwule in der SPD (Schwusos) Ansgar Dittmar und die Fachsprecherin im Bundesvorstand der Schwusos für den Bereich "Homophobie und Sport" Martina Wilczynski erklären zur "Berliner Erklärung" gegen Homophobie: Ei
Scheytt und Krajewski: Bundesregierung gefährdet Kultur in Deutschland durch das Freihandelsabkommen mit den USA ...
In der folgenden gemeinsamen Erklärung von Oliver Scheytt und Christiane Krajewski, Mitglieder im Kompetenzteam von Peer Steinbrück, fordern sie, den Kulturbereich bei den Verhandlungen zum Freihandelsabkommen mit den USA auszuklammern und etwa die grenzüberschreitende Buchpreisbindung zu erhal
Matthias Machnig: Untätigkeit der Bundesregierung führt zu Desaster mit Ansage ...
Zu heutigen Medienberichten, denen zufolge die großen Energieversorger in Deutschland planen, möglicherweise bis zu einem Fünftel ihrer konventionellen Kraftwerkskapazitäten vom Netz zu nehmen, erklärt Matthias Machnig, für Energie und Umwelt zuständiges Mitglied im SPD-Kompetenzteam: Fo
Weitere Mitteilungen von SPD
SPD und Grüne entfachen Sturm im Wasserglas ...
"Die Bauchschmerzen von SPD und Grünen angesichts der Billionensummen, die nunmehr bei der Eurorettung im Raum stehen, sind allzu verständlich. Es war falsch, der Bundesregierung blind zu folgen. Denn dass die Koalition beim ESFS zum ,Hebel' greifen wird, war schon Ende September bei d
Rösler: 'Willkommener Impuls für Beschleunigung des Netzausbaus' ...
Europäische Kommission legt Vorschlag für EU-Energieinfrastrukturpaket vor Die Europäische Kommission hat heute einen Verordnungsentwurf mit Leitlinien für die transeuropäischen Energienetze - das so genannte EU-Energieinfrastrukturpaket - vorgelegt. Mit dem Energieinfrastrukturpaket solle
Individuelle Hilfen und Sozialverträglichkeit sind unerlässlich ...
Bundeswehr attraktiv gestalten Verteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière hat am gestrigen Dienstag der Öffentlichkeit sein Begleitprogramm zur Bundeswehrreform vorgestellt. Dazu erklärt der verteidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Ernst-Reinhard Beck:
L'TUR-Anzeige mit Herzogin von Alba diskriminiert und verletzt ältere Frauen ...
Platt, geschmacklos und völlig missglückt Der Reiseanbieter L'TUR hat eine Anzeige mit dem Bild der 85-jährigen Herzogin von Alba und ihrem 25 Jahre jüngeren Ehemann Alfonso Diez geschaltet. Der Slogan lautet: "Ihre Braut ist noch älter? Nix wie weg." Dazu erklärt die Vorsi




