Rechenzentren haben einen großen Konsolidierungsdruck
„Die IT-Infrastrukturen sind häufig über viele Jahre organisch gewachsen“, erläutert Tom Pasternak, Projektleiter bei INFORA den Hintergrund. „Getrieben durch neue Anforderungen der Anwender und neue Möglichkeiten der Software- und Infrastrukturanbieter sind Lösungen entstanden, die nicht nur hohe Anforderungen an die Betriebs- und Betreuungsmannschaft stellen, sondern typischerweise auch zu Abhängigkeiten und Fehlern führen.“ Neue Anforderungen seien dadurch nicht mehr zeitnah und effizient umsetzbar, weshalb die gewachsenen Strukturen und Lösungen einer kritischen Überprüfung unterzogen werden müssten.
Nach Einschätzung der INFORA stellen heutzutage die Prozessorientierung und Virtualisierung in den Konsolidierungsstrategien von Rechenzentren die wesentlichen Stellgrößen dar. „Hierbei spielen Standards eine große Rolle, weil darin Praxiserfahrungen Dritter berücksichtigt sind und auch die notwendige Weiterentwicklung durch meist verschiedene Anbieter sichergestellt ist.“ Außerdem reduziere der Einsatz von Standards die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten und könne als Qualitäts- und Preiswettbewerb zwischen den Anbietern genutzt werden. Um eine Konsolidierungsstrategie zu entwickeln, bedürfe es zunächst einer genauen Bestandsaufnahme der Strukturen, Prozesse und Technologien. Sie sollte sich insbesondere an folgenden Fragen orientieren:
• Ist meine IT an den Geschäftsprozessen ausgerichtet sowie wirtschaftlich und flexibel?
• Lassen sich Kostensenkungspotentiale erschließen?
• Erfüllt die IT noch die Anforderungen an Verfügbarkeit und Qualität der Services?
• Ist die Komplexität überschaubar, lassen sich einzelne Probleme schnell eingrenzen und lösen?
• Stellt die Virtualisierung eine Option zur Kostensenkung dar?
• Stimmen meine Serviceprozesse, wie kann ITIL dabei helfen?
• Welche Perspektiven bieten mir serviceorientierte Architekturen?
Der Consultant weist darauf hin, dass es nicht ausreicht, immer wieder kurzfristig Engpässe zu beseitigen. „Solche Erste-Hilfe-Maßnahmen sind zwar manchmal unvermeidbar, können aber keine Therapie ersetzen, weil dabei die ordnende Hand einer Strategie fehlt“, urteilt der INFORA-Berater Tom Pasternak. „Es muss in einer Agenda der RZ-Betrieb der Zukunft definiert und mit Umsetzungsszenarien dargestellt werden.“Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Datum: 03.06.2008 - 11:00 Uhr
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