Erziehung in der Familie ist konkurrenzlos
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Die ideale Betreuungsform in den ersten drei Jahren ist und bleibt die familiäre Erziehung
Gewählte Volksvertreter sind zur Abwehr von erkennbaren Risiken verpflichtet. Wer Krippenbetreuung empfiehlt oder fördert, handelt verantwortungslos. Unabhängige wissenschaftliche Studien beschreiben die Risiken der Krippenbetreuung eindrücklich, auch wenn die Folgen im Alltag nicht immer auf Anhieb zu erkennen sind. "Leider sind die Entwicklungsbeeinträchtigungen, die die Krippenbetreuung den Kleinstkindern zufügt, nicht so leicht erkennbar, wie z.B. die Pusteln bei Masern", erklärt Prof. Dawirs vom Institut für Bindungswissenschaften. Der amerikanische Psychologe Glenn Roisman veröffentlichte 2009 Ergebnisse, aus denen man ableiten muss, dass es gerade für psychosozial benachteiligte Kinder wichtig ist, als Entlastung ihrer überforderten Eltern eine individualisierte Betreuungsform zu finden, also nachbarschaftliche Großeltern, enge Freunde der Familie oder Pflegeeltern; Menschen, die ein tiefes emotionales Interesse an "ihrem" Schützling haben. Liebevolle und zeitdichte 1:1-Zuwendung ist der Schlüsselfaktor erfolgreicher Förderung, denn Kinder aus belasteten Familien haben oft ein großes Defizit in der seelischen und emotionalen Reifung, und genau in dieser Kategorie werden sie durch Krippenbetreuung noch zusätzlich belastet, wie Roisman nachwies. Er nennt dies "second hit". Die Kinder erwerben oft sogar neue kognitive Inhalte, so dass sie von außen betrachtet erfolgreich gefördert wirken mögen, aber ihre seelische Entwicklung stagniert, oft verwahrlosen sie emotional weiter. Bildung kann später jederzeit nachgeholt werden, emotionale Entwicklung dagegen ist weitgehend an die Hirnentwicklungsphase der Kleinkindjahre gebunden.
Nach aktuellem Wissensstand gefährdet Krippenbetreuung die Entwicklung unserer Kinder und kann langjährige und wahrscheinlich lebenslange Negativfolgen für die Verarbeitung von Gefühlen und Stress-Management haben. In den ersten drei Lebensjahren sind Eltern im Regelfall die mit Abstand wichtigste Erziehungsinstanz. Im besten Interesse der Kinder sollten Familien in ihrer Bedeutung wieder anerkannt, gesellschaftlich unterstützt und ausreichend finanziert werden.
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Datum: 11.11.2011 - 14:25 Uhr
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