Ombudsfrau für Opfer der"Zwickauer Terrorzelle
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Ombudsfrau für Opfer der"Zwickauer Terrorzelle"
In persönlichen Gesprächen mit den Opfern der Gewalttaten und ihren Angehörigen wurde deutlich, dass viele auf Unterstützung bei der Bewältigung der Folgen angewiesen sind. Die Betroffenen benötigen häufig bis heute psychologische Hilfe und spezifische Therapien.
Die Ombudsfrau bietet ihre Unterstützung bei Fragen rund um die Gewährung dieser Hilfen, etwa durch die bereits existierende Koordinierungsstelle Nachsorge, Opfer- und Angehörigenhilfe (NOAH) an, die vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) erweitert wird.
Daneben besteht Bedarf an Beratung, Koordinierung und Unterstützung bei der Realisierung von Ansprüchen und Auskünften im Umgang mit Behörden. Auch waren die wirtschaftlichen Folgen der Gewalttaten zum Teil gravierend. Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern leistet das Bundesamt für Justiz aus dem Haushalt des Bundesjustizministeriums Soforthilfen für die Opfer extremistischer Übergriffe oder ihre hinterbliebenen Angehörigen.
Die Ombudsfrau bietet eine zentrale Anlaufstelle für die Belange der Betroffenen. Barbara John hat in den letzten Tagen bereits erste Kontakte zu Betroffenen aufgenommen. Auf mögliche Hilfen, die die Folgen des Leids mindern können, wird sie hinweisen und Wege für weitergehende Unterstützung zeigen. Auch wird sie Ansprechpartner vermitteln, insbesondere zu den jeweils zuständigen Leistungserbringern im Bund, vor allem aber in den Ländern.
Barbara John war von 1981 bis 2003 Ausländerbeauftragte des Berliner Senats. Sie ist Vorsitzende des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes in Berlin. Seit dem Jahr 2007 ist sie zudem Vorsitzende des Beirats der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (ADS). John ist überdies nicht-muslimisches Mitglied des Kuratoriums der Muslimischen Akademie in Deutschland.
Verantwortlich: Jens Teschke
Redaktion: Markus Beyer, Dr. Mareike Kutt, Hendrik Lörges, Dr. Philipp Spauschus
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Datum: 23.12.2011 - 17:00 Uhr
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