Keine Kinderbetreuungsfernhalteprämie
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Keine Kinderbetreuungsfernhalteprämie
"Wenn die Nachfrage nach Krippenplätzen vom Geldbeutel der Eltern abhängig ist, läuft etwas grundlegend schief in diesem Land. Dass die Bundesregierung dem nicht nur tatenlos zusieht, sondern den Trend, dass arme Eltern ihre Kinder nicht in die Kita geben, mit einer beschönigend Betreuungsgeld genannten Kinderbetreuungsfernhalteprämie noch verstärkt, ist ein Skandal", kommentiert Diana Golze, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die vorab veröffentlichten Ergebnisse aus dem Familienreport 2011 der Bundesregierung. Golze weiter:
"Eltern, die ein geringeres Einkommen haben, schicken ihre Kinder nur halb so oft in eine Einrichtung der Frühförderung wie Eltern, deren Einkommen über dem Durchschnittsverdienst liegt. Neben der Höhe der Kitagebühren sind die dort zusätzlich anfallenden Kosten für Verpflegung, Ausflüge und Gruppenkasse ein Grund für das Fernbleiben von der Betreuung und Bildung in Kindertagesstätten. Das zeigt einmal mehr, dass die soziale Lage der Eltern entscheidend ist für das Wohlbefinden, die Förderung sowie die Zukunfts- und Bildungschancen der Kinder.
DIE LINKE fordert einen gebührenfreien Zugang zu Kinderbetreuung und Kinderförderung ohne versteckte zusätzliche Kosten. Das Betreuungsgeld setzt nicht nur Fehlanreize, es ist auch eine Fehlinvestition. Die dafür veranschlagten zwei Milliarden Euro jährlich sollten besser in die bestehende soziale Infrastruktur umgeleitet werden, damit alle Kinder davon profitieren können."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
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Datum: 05.01.2012 - 16:00 Uhr
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