Die singende Stadt / Ein Blick hinter die Bühne während der Entstehung des "Parsifals" an der Stuttgarter Staatsoper
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Erstausstrahlung
Von den ersten Überlegungen bis zur Premiere einer Oper vergehen
oft Jahre. Mit den Entscheidungen für ein Projekt setzt sich eine
gigantische Maschinerie in Gang. Filmautor Vadim Jendreyko begleitet
die Entstehung einer Oper in seinem Film "Die singende Stadt" am
Beispiel der "Parsifal"-Neuinszenierung von Calixto Bieito an der
Stuttgarter Staatsoper und taucht in das komplexe Universum dieses
großen Opernhauses ein. Er zeigt die Freuden und die Krisen, die
Banalitäten und Genialitäten, die Gegensätze und Gemeinsamkeiten, die
den Arbeitstalltag bestimmen. "Ganz am Schluss, am Abend der
Premiere, stehen Menschen auf der Bühne und singen. Es ist der
Moment, in welchem dem Publikum im Zuschauerraum die Summe eines
monatelangen Prozesses übergeben wird", schildert Filmautor Jendreyko
seine Beobachtungen. "Und es ist der Moment der Befreiung und des
Abschieds für die Schöpfer des Werkes, die das Geschehen mit banger
Freude von der Seitenbühne aus beobachten. Ich kenne diese Momente
auch von meiner Arbeit, wenn es gilt einen neuen Film in die Welt zu
entlassen."
Das Labyrinth von Fluren, Durchgängen, Untergeschossen und
Zwischenböden der Stuttgarter Staatsoper ist schier undurchdringlich.
Malersaal, Schreinerei, Schneiderei, der Schnürboden und die
Unterbühne sind die Arbeitsbereiche der rund 1.200 Beschäftigten
dieses gigantischen Dreispartenhauses. Eine Stadt in der Stadt.
Voraussetzungen für eine gelungene Aufführung sind das
Ineinandergreifen kreativer und handwerklicher Prozesse, die
Auseinandersetzungen über inhaltliche und ästhetische Positionen,
über die Vielzahl an Meinungen und Möglichkeiten, die in ein
gemeinsames Resultat münden müssen. Denn Wagners "Parsifal" benötigt
zahlreiche Gestalter, Ausführende, Handwerker und Techniker.
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Datum: 10.01.2012 - 11:40 Uhr
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Mainz
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Kunst und Kultur
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