Andasol, Ibersol und die Solar Millennium Insolvenz
Was Anleger der Solar Millennium jetzt tun sollten.
Aufgelegt wurden von der Solar Millennium insgesamt zwei geschlossene Fonds, mit denen Kernkraftwerke in Spanien finanziert werden sollten: die Andasol Fonds GmbH & Co. KG und die Ibersol GmbH & Co. KG. Rund 3500 Anleger haben sich hierbei mit einem Vermögen von ca. 48 Mio. EUR an dem Andasol Fonds beteiligt. Das Kernkraftwerk in Spanien liefert auch bereits Strom. Bei dem Ibersol Fonds wurde die Platzierung aber aufgrund der Insolvenz der Solar Millennium vorzeitig am 21.12.2011 beendet. Bis dato hatten sich bereits 537 Anleger mit rund 6,6 Mio. EUR an dem Ibersol Fonds der Solar Millennium AG beteiligt. Nunmehr soll Ibersol abgewickelt werden und die Anleger ihr Geld, welches bis dahin auf einem Treuhandkonto hinterlegt war, zurückerhalten.
Nach dem derzeitigen Kenntnisstand sind der Andasol und Ibersol Fonds von der Insolvenz der Solar Millennium nicht direkt betroffen, da es sich bei diesen jeweils um rechtlich selbständige Unternehmen handelt. Die Andasol und Ibersol GmbH & Co. KG haben bislang selbst noch keine Insolvenz angemeldet.
Fraglich ist allerdings, ob nicht doch mittelbar auch Risiken und Verluste auf die Anleger von Andasol und Ibersol durch die Insolvenz der Solar Millennium AG zukommen. Unklar ist nämlich derzeit noch, in welchem Umfang vertragliche Verpflichtungen der beiden geschlossenen Fonds gegenüber der Solar Millennium bestehen und welche Haftungsfolgen sich daraus für die Anleger ergeben.
Es sollte deshalb individuell anwaltlich überprüft werden, inwiefern eine Haftung der Anleger aus den beiden Fonds Andasol und Ibersol in Frage kommt durch die Insolvenz der Solar Millennium AG, sodass bei negativem Ergebnis für die Anleger gleichzeitig das Bestehen von Schadensersatzansprüchen gegenüber den Anlageberatern aus einer Falschberatung überprüft werden kann. Liegt nämlich eine Falschberatung der Banken gegenüber dem Anleger vor, so sind diese zur Rückabwicklung der Anlage verpflichtet, sodass den Anleger im besten Fall keine Verluste aus dem Geschäft treffen.
Anleger der beiden Fonds Andasol und Ibersol von Solar Millennium sollten sich deshalb, wenn sie durch die Stellung des Insolvenzantrags der Solar Millennium AG bezüglich ihres Investments verunsichert sind, an einen im Kapitalanlagerecht spezialisierten Rechtsanwalt wenden, um sich über das weitere Vorgehen bezüglich der Kapitalanlagen zu informieren.
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Datum: 12.01.2012 - 09:20 Uhr
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