Irrtümer rund um die Patientenverfügung - Rechtsanwaltskammer und Landesärztekammer klären auf
ID: 557886
Rund um das Thema Patientenverfügung halten sich hartnäckig einige Irrtümer. Damit dies nicht so bleibt, klären Rechtsanwaltskammer Koblenz und Landesärztekammer Rheinland-Pfalz auf:
Das Gegenteil ist der Fall: Laut Gesetzgeber soll eine Patientenverfügung möglichst konkrete Vorgaben enthalten. Bestimmte gesundheitliche Situationen sind schwer vorherzusehen, aber trotzdem gilt: Je konkreter eine Patientenverfügung formuliert ist, desto besser ist es.
Irrtum: Patientenverfügung regelmäßig erneuern
Das ist nicht richtig: Der Gesetzgeber hat sich gerade dagegen ausgesprochen, eine Patientenverfügung mit einer rechtlichen "Verfallfrist" zu versehen. Es reicht also aus, die Patientenverfügung einmal zu unterschreiben.
Irrtum: Arzt muss sich an Vorgaben halten
Dies ist nicht der Fall: Der Arzt kann vollkommen selbständig entscheiden, welche medizinischen Maßnahmen ergriffen werden sollten. Er trifft eine Indikation, d.h. er prüft, welche ärztlichen Maßnahmen im Hinblick auf den Gesamtzustand und die Prognose des Patienten angezeigt sind. Wenn der Arzt nach gewissenhafter Prüfung überzeugt ist, dass eine Heilung keine Aussicht mehr auf Erfolg hat, dann kann mit der Patientenverfügung veranlasst werden, auf weitere Heilmaßnahmen zu verzichten. Der Arzt wird sich auch immer mit dem Betreuer abstimmen.
Irrtum: Vorsorgevollmacht ersetzt Patientenverfügung
Das ist nicht richtig. Mit der Patientenverfügung wird vorgegeben, wie man behandelt werden will, wenn man nicht mehr 'einwilligungsfähig' ist. Die Vorsorgevollmacht dagegen bestimmt, wer sich um die geschäftlichen Belange wie z.B. Banken, Behörden und Krankenkasse kümmern soll. In einer General- und Vorsorgevollmacht kann allerdings eine Person benannt werden, die die Behandlungswünsche aus der Patientenverfügung im Falle der Einwilligungsunfähigkeit durchsetzt. Deswegen ist auf eine enge Verzahnung zwischen General- und Vorsorgevollmacht einerseits und Patientenverfügung andererseits zu achten.
Weitere Informationen zum Thema „Patientenverfügung“ erhalten Sie auf dem „Fachsymposium Patientenverfügung“ der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz und der Rechtsanwaltskammer Koblenz am 26.01.2012, 17:30 Uhr im Görreshaus, Eltzerhofstraße 6a in Koblenz. Um Anmeldung wird gebeten bei: Andrea Zaszczynski, Pressestelle Rechtsanwaltskammer Koblenz, Telefon: 040/41 32 700, info@srh-pr.de
Der Eintritt ist frei!
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Rechtsanwaltskammer Koblenz vertritt die Landgerichtsbezirke Bad Kreuznach, Koblenz, Mainz und Trier. Die Landesärztekammer Rheinland-Pfalz ist die berufsrechtliche Vertretung von gut 18.500 Ärztinnen und Ärzten im Land.
Pressekontakt der Rechtsanwaltskammer Koblenz:
Schott Relations Hamburg GmbH
Wrangelstraße 111
20253 Hamburg
Telefon: 040/41 32 70-0
Fax: 040/41 32 70-70
info(at)srh-pr.de
http://www.schott-relations-hamburg.de/
Datum: 20.01.2012 - 12:32 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 557886
Anzahl Zeichen: 2555
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Andrea Zaszczynski
Stadt:
Hamburg
Telefon: 040/ 41 32 70 0
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 20.01.2012
Diese Pressemitteilung wurde bisher 582 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Irrtümer rund um die Patientenverfügung - Rechtsanwaltskammer und Landesärztekammer klären auf"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schott Relations Hamburg GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Rechtsanwaltskammer Koblenz. Beim Koblenzer Erbrechtstag am 04.11.2013 erklären Rechtsanwalt Georg Kaiser, Rechtsanwalt Joachim Müller und Rechtsanwältin Michaela Porten-Biwer, was es im Erbrecht zu beachten gibt, um Steuern zu sparen und in einer Patchworkfamilie niemanden zu benachteiligen.
Keine Angst vor Kortison- Die richtige Einnahme verringert Nebenwirkungen ...
Frankfurt am Main, 02. September 2013 – Wenn Patienten hören, dass sie eine Kortison-Therapie brauchen, haben sie erst einmal Bedenken. Aus der Vergangenheit sind viele Nebenwirkungen bekannt, doch das war meist der Unwissenheit geschuldet. Die Therapie war noch neu, das Kortison wurde schlichtwe
Perfekte Produkte für den Absatzmarkt - Viel Können und viel Kommunikation ...
Jedes Unternehmen muss sich immer wieder den Veränderungen und Herausforderungen des Marktes stellen. Dabei ist vielen nicht bewusst, dass es auch innerhalb eines Betriebes Barrieren zu überwinden gibt. Die interne Kommunikation spielt hier eine wichtige Rolle. Im Zeitalter der Individualisieru
Weitere Mitteilungen von Schott Relations Hamburg GmbH
boot 2012 Düsseldorf: Unterschriftenaktion gegen ungesicherte Tauch-Notfallbehandlung in Deutschland ...
Traunstein / Düsseldorf, 20.01.2012 - Ist es sicherer an fremden Gestaden zu tauchen, als in deutschen Baggerseen? Im Ernstfall schon, wenn eine Reiseversicherung besteht. Denn hierzulande ist eine optimale Notfallversorgung bei Tauchunfall keineswegs rund um die Uhr und auf kurzem Wege gewährleis
25 Jahre OASIS wie alles begann... ...
Im zeitigen Frühjahr 1987 beschlossen wir, das waren seinerzeit die drei Gründer von OASIS , Carolin Amman, Helmut Reusch und ich, dass wir unsere neuen Früchtetees auf ihre Markttauglichkeit testen wollten. Viele Möglichkeiten wurden in Erwägung gezogen. Sollten wir die Tees in verschiedenen
Pro Generika zu "Kundenkompass Arzneimittelsicherheit": IKK classic sollte eigene Studie ernst nehmen ...
Am 19.01.2012 hat die IKK classic die Studie "Kundenkompass Arzneimittelsicherheit" vorgestellt. Hierzu kommentiert Bork Bretthauer, Geschäftsführer des Branchenverbandes Pro Generika: Die Studie zeigt die hohe Akzeptanz von Generika bei den Menschen in Deutschland: Weniger als e
Ein Wechsel von der Neiße an die Elbe: Dr. Mario Marx wird Chefarzt der neuen Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Brustchirurgie am ELBLANDKLINIKUM Radebeul ...
Dr. med. Mario Marx wird am 1. Februar seinen Dienst als Chefarzt der neu gegründeten Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Brustchirurgie am ELBLANDKLINIKUM Radebeul antreten. Der Facharzt für Chirurgie sowie Plastische und Ästhetische Chirurgie war zuvor langjährig als Oberarzt tätig




