Neue OZ: Kommentar zu Concerto Köln
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Eigentlich haben die Veranstalter mit dem "Schauspieldirektor"
alles richtig gemacht. Ein Programm mit Beethoven und Mozart
funktioniert immer; Concerto Köln ist ein angesehener Klangkörper -
allein diese Kombination hätte die Säle zur Hälfte füllen müssen.
Ergänzt dann noch Harald Schmidts bissiger Witz die spritzige Musik
von Mozart, müsste die Sache doch laufen, sollte man meinen.
Nun ist aber genau der gegenteilige Fall eingetreten. Die
Amplituden beim Publikumszuspruch hätten sich addieren sollen:
Late-Night-Fans treffen auf Klassikfans und umgekehrt. Nun haben sich
die Phasen der Publikumswellen aber gegeneinander verschoben: Statt
sich zu verstärken, hoben sie sich gegenseitig auf.
Die Fans von Harald Schmidt schwimmen also offenbar nicht auf der
Mozartwelle, während die Klassikliebhaber nichts mit dem Talker am
Notenpult anfangen wollen. Crossover als Instrument der Integration
kommt hier offensichtlich an seine Grenzen: Der Mix schließt
angestammte Kreise aus. Wer versucht, es möglichst vielen recht zu
machen, wird eben im Zweifel niemandem gerecht.
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Datum: 22.01.2012 - 22:00 Uhr
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