Mit mehr Autonomie für Pflegende ein attraktiveres Berufsbild schaffen
Sinnvollere Arbeitsteilung zwischen Pflegenden undÄrzten als Strategie gegen den Fachkräftemangel | Auf dem von Springer Medizin ausgerichteten Kongress Pflege 2012 setzen sich am 27. und 28. Januar Experten für eine Selbstverwaltung der Pflege ein
Auf dem Kongress soll auch der Austausch zwischen Ärzten und professionell Pflegenden vertieft werden. Ärzte und Pflegende stehen in Zeiten des bekannten Fachkräftemangels vor gewaltigen Herausforderungen, die im Gesundheitswesen nur gemeinsam zu lösen sind, so Westerfellhaus weiter. Zeit für ideologische, berufspolitisch motivierte Auseinandersetzungen können wir uns nicht mehr leisten. 2020 werden voraussichtlich nicht nur 280.000 Pflegekräfte, sondern auch 56.000 Ärzte fehlen. Dem muss bereits heute entgegengesteuert werden, betont auch Dr. Max Kaplan, Vizepräsident der Bundesärztekammer und Präsident der Bayerischen Landesärztekammer, anlässlich des Kongresses. Dafür müssen wir Synergie-Effekte nutzen durch Arbeitsteilung. Pflegekräfte könnten zum Beispiel Ultraschall-Untersuchungen von Organen durchführen, das Wund- oder Schmerzmanagement in die Hand nehmen, chronisch Kranke beraten. So hat der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) kürzlich beschlossen, dass Pflegekräfte bei der Behandlung von Menschen mit Diabetes, Demenz, Bluthochdruck oder Druckgeschwüren ärztliche Tätigkeiten eigenverantwortlich übernehmen sollen.
Ein ganz wesentlicher Wunsch von mir wäre, als Ärztin mit einer sehr autonom tätigen Berufsgruppe zu tun zu haben das ist eine wichtige Voraussetzung, um auf Augenhöhe gemeinsam zu arbeiten, sagt eine Ärztin in einem eigens für den Kongress produzierten Film (link), in dem Pflegekräfte, Ärzte und Patienten an der Berliner Charité eines der größten Universitätskliniken Europas befragt wurden. Bei mehr Autonomie kommt auch mehr Geld ins Spiel: In anderen Berufen kriegt man ja auch, wenn man eine Fortbildung abschließt, mehr Entlohnung dafür was bei uns nicht der Fall ist. Das finde ich traurig, kritisiert eine Pflegekraft in dem Film.
Zur Attraktivitätssteigerung des Berufs gehöre eine angemessene Entlohnung, verbunden mit tariflichen Zuwächsen, sowie die Sicherstellung einer ausreichenden Stellenausstattung, verlangt auch Pflege-Chef Westerfellhaus. In diesem Zusammenhang kritisiert er den gerade abgewendeten Ärztestreik: Ein solitäres Vorgehen einer Berufsgruppe gefährdet unter den gesetzlich gedeckelten Budgets der Krankenhäuser massiv die tarifliche Situation der Pflegenden. Pflegende dürften nie wieder die Konsequenzen aus tarifpolitischen Ergebnissen einer einzelnen Berufsgruppe und einer verfehlten Krankenhausfinanzierungspolitik tragen.
Auf der Kongress-Pressekonferenz kam auch die ambulante Pflege zum Tragen: Thomas Ballast, Vorstandsvorsitzender des Verbands der Ersatzkassen (vdek), stellte das Projekt SOwieDAheim vor Preisträger des Innovationspreises des vdek 2012 , bei dem Pflegebedürftige für einige Stunden in Familien gegeben und dort betreut werden. Nach Ansicht des vdek ein gelungenes Konzept für die zukünftige Herausforderung einer veränderten Versorgungsstruktur und einen sich ändernden Fachkräftemarkt, so Ballast.
Eröffnet wird der Kongress Pflege 2012 von Annette Widmann-Mauz, Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Erstmals verleiht der Bundesverband Pflegemanagement (ehemals BALK) im Rahmen des Kongresses den Pflegemanagement-Award für Nachwuchs-Führungskräfte.
Kongressorganisation und Anmeldung: Andrea Tauchert, tel +49 (0)30 82787-5510,
andrea.tauchert@springer.com, www.heilberufe-kongresse.de
Pressekontakt Pflegekongress:
Anke Nolte | tel +49 (0)30 27560136 | nolte@journalistenbuero-berlin.de
Shortlink zu dieser Pressemitteilung:
http://shortpr.com/a42qfj
Permanentlink zu dieser Pressemitteilung:
http://www.themenportal.de/politik/mit-mehr-autonomie-fuer-pflegende-ein-attraktiveres-berufsbild-schaffen-87508
=== Wenn der Pflege die Puste ausgeht (Video) ===
Springer Medizin macht anlässlich des Kongress Pflege 2012 eine Umfrage zum Thema unter Ärzten, Pflegenden und Betroffenen.
Shortlink:
http://shortpr.com/beku48
Permanentlink:
http://www.themenportal.de/video/wenn-der-pflege-die-puste-ausgeht
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
springermedizin
fachkr-ftemangel
kongresspflege2012
selbstverwaltung
pflege
berufsgesetzpflege
pflegeausbildung
pflegekr-fte
gesundheitswesen
bundes-rztekammer
berlinercharit
ambulantepflege
bundesverbandpflegemanagement
westerfellhaus
kaplan
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Springer Medizin ist führender Anbieter von Fachinformationen im Gesundheitswesen in Deutschland. Die Produktpalette umfasst Zeitschriften, Zeitungen, Bücher und eine Vielzahl von Online-Angeboten für alle Arztgruppen, Pharmazeuten, Heilberufe und medizinisch interessierte Laien. Wichtige Qualitätsmerkmale aller Verlagsprodukte sind hohe wissenschaftliche Qualität, Fort- und Weiterbildung auf dem neuesten Stand der medizinischen Forschung, sowie exzellente Vernetzung zu wissenschaftlichen Fachgesellschaften, Berufsverbänden, medizinischen Stiftungen, Herausgebern und Fachautoren. Springer Medizin ist Teil von Springer Science+Business Media.
Springer Medizin
Uschi Kidane
Tiergartenstrasse 17
69121 Heidelberg
uschi.kidane(at)springer.com
+49 (6221) 487-8166
http://www.springerfachmedien-medizin.de/
Datum: 26.01.2012 - 11:20 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 561417
Anzahl Zeichen: 5265
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Uschi Kidane
Stadt:
Heidelberg
Telefon: +49 (6221) 487-8166
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 477 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mit mehr Autonomie für Pflegende ein attraktiveres Berufsbild schaffen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Springer Medizin (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(Mynewsdesk) Eröffnungspressekonferenz zum Kongress Pflege thematisiert die schleppende digitale Vernetzung im Gesundheitswesen | Die elektronische Gesundheitskarte ? Fluch oder Segen für die Pflege? | Jubiläumskongress von Springer Medizin verzeichnet Rekordteilnehmerzahlen Berlin, 29. Januar
Für Menschen ein Zeichen setzen für eine bessere Gesundheit und Versorgung von morgen ...
(ddp direct) Berlin, 18. Oktober 2013. Springer Medizin würdigte auch dieses Jahr auf seiner jährlichen Gala mit geladenen Gästen aus Politik, Medizin und Industrie herausragende Leistungen in unserer Gesellschaft. Am Abend des 17. Oktober wurden während des Festaktes im Berliner AXICA der Galen
Wiederanstieg der Arzneimittelausgaben in Deutschland | AMNOG zeigt erste Wirkungen ...
(ddp direct) Die Herausgeber des Arzneiverordnungs-Reports Ulrich Schwabe und Dieter Paffrath geben auf der jährlich in Berlin stattfindenden Pressekonferenz bekannt, dass für das Jahr 2012 ein moderater Kostenanstieg der Arzneiverordnungen vorliegt | Die Einführung des Arzneimittelmarkt-Neuordnu
Weitere Mitteilungen von Springer Medizin
CDU verschleppt Untersuchungsausschuss ...
Zur heutigen Sitzung des 1. Untersuchungsausschuss "Gorleben" erklärt die Obfrau der SPD-Bundestagsfraktion des 1. Untersuchungsausschusses "Gorleben" Ute Vogt: Die Regierungskoalition hat heute im 1. Unterschuchungsausschuss Gorleben mit ihrer Mehrheit beschlossen, dass di
Namensbeitrag von Hermann Gröhe im Hamburger Abendblatt ...
Die Pressestelle der CDU Deutschlands teilt mit: Im "Hamburger Abendblatt" (heutige Ausgabe) wurde folgender Beitrag von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe zur Beobachtung der Linkspartei veröffentlicht: Führende Vertreter der Linken beklagen, dass sie vom Verfassungsschutz beob
Mietminderung - wie ist die Beweislastverteilung vor Gericht? ...
Viele Mieter kennen das Problem: Immer mehr Wohnungen und Häuser werden mit hoch isolierenden Fenstern ausgestattet. Durch neue technische Möglichkeiten wird der Luftzug durch Fensterrahmen und Fensterläden und Haus- und Wohnungstüren auf ein Mindestmaß eingeschränkt. Energiesparen ist derzeit
Beck: Neues Afghanistan-Mandat markiert die Wende ...
Der Deutsche Bundestag hat heute das neue Mandat zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan beschlossen. Dazu erklärt der ver-teidigungspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag Ernst-Reinhard Beck: Das neue Mandat wird der verbesserten Sicherheitslage in vollem Umfang




