Verunglimpfung kostet Rapper 10.000 Euro
ID: 568744
Auch ein Rapper darf in der Öffentlichkeit nicht ausfallend werden und einen Moderator als Arschloch bezeichnen. Solche Beleidigungen sind nicht durch die Kunstfreiheit gedeckt.
Wie JuraForum.de mitteilt, entschied das Landgericht Berlin mit Urteil vom 15.11.2011 (Az. 27 O 393/11), dass sich der Fernsehmoderator das nicht gefallen zu lassen braucht. Nach den Feststellungen des Gerichtes erfolgten die Bezeichnungen unter anderem als Arschloch nicht einmalig aus Versehen, sondern hatte vielmehr System. Von daher handelt es sich hier um eine schwere Beleidigung. Der Rapper kann sich hier mangels ?Schöpfungshöhe? nicht auf die Kunstfreiheit berufen. Aus diesem Grunde wurde er zur Entrichtung einer Entschädigung in Höhe von 10.000 ? wegen Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts verurteilt. Außerdem hat er diese Äußerungen künftig zu unterlassen.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das JuraForum.de ist mit über 1 Mio. Visits pro Monat eine der großen deutschen Webseiten zum Thema Recht. Die 2003 gegründete Webseite bietet neben einem Suchservice für Rechts- und Fachanwälte aktuelle Rechtsnews und Ratgeber, eine umfangreiche Urteils- und Gesetzesdatenbank, ein Rechtslexikon der wichtigsten Rechtsbegriffe sowie als Herzstück über 100 Rechtsforen.
Sie können diesen Artikel - auch in geänderter oder gekürzter Form - mit Quelllink auf JuraForum.de.de auf Ihrer Webseite kostenlos verwenden.
Prinzenstr. 1, 30159 Hannover
Datum: 07.02.2012 - 09:56 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 568744
Anzahl Zeichen: 1617
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Sebastian Einbock
Stadt:
Hannover
Telefon: 0511-47397780
Kategorie:
Recht und Verbraucher
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 306 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Verunglimpfung kostet Rapper 10.000 Euro"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
JuraForum.de (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Von 2003 bis 2013 hat sich das "JuraForum" als Plattform für juristische Diskussionen, Nachrichten und Inhalte im Internet etabliert. Der Kern der Seite besteht aus etwa 100 Juraforen, in denen täglich zahlreiche juristische Diskussionen stattfinden. Wie alles im Jahre 2003 begann
Abwerben von Mitarbeitern: wann ist dies online zulässig? ...
Fachleute im IT-Bereich sind sehr gefragt. Von daher sind sie eine begehrte Beute für Headhunter, die zuweilen eher rabiate Methoden anwenden. So war es auch bei einem Personaldienstleister, der ein Profil auf XING geschaltet hatte. Er wendete sich gezielt an begehrte Mitarbeiter, die in Unternehme
Kündigung wegen ?anonymer? Beleidigung des Arbeitgebers bei Facebook ...
Im vorliegenden Fall war ein Auszubildender im Medienbereich beschäftigt. Er gab in seinem privaten Profil bei Facebook unter ?Arbeitgeber? Begriffe ein wie ?Menschenschinder?, ?Ausbeuter? und ?Leibeigener?. Dummerweise entdeckte sein Arbeitgeber diese Äußerungen im Internet und kündigte ihm fri
Weitere Mitteilungen von JuraForum.de
Befristete Arbeitsverträge und ständiger Vertretungsbedarf ...
In diesem Fall ging es um 14 Abs. 1 S. 2 Nr. 3 TzBfG. Danach kann ein Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt werden. Ist also ein Arbeitnehmer schwer erkrankt oder in Mutterschutz oder Elternzeit, kann der Arbeitgeber befristet Ersatz einstellen, und nach der Rückkehr
CLLB Rechtanwälte informieren: Bearbeitungsgebühren in Privatkreditverträgen unzulässig ...
München, den 3. Februar 2012. Wie in den letzten Monaten mehrere Oberlandesgerichte entschieden haben, sind zahlreiche von Banken erhobene standardisierte Bearbeitungsgebühren in Privatkreditverträgen unzulässig. Dies haben die Oberlandesgerichte Bamberg, Dresden, Zweibrücken, Düsseldorf, Hamm
SLB Flugzeug Leasing Fonds geraten in Turbulenzen ...
Flugzeugfonds SachsenFonds SLB Leasing Fonds Bis Ende der 90er Jahre galten Flugzeugfonds als beliebtes Anlagemoedell. Hohe Renditen und steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten bei einem vermeintlich geringen Restrisiko führten dazu, dass in den vergangenen Jahren bis zu 30.000 Anleger bundesw
Skandalurteil aus Karlsruhe – Nur Studien „objektiver Dritter“ reichen ...
Worum geht es? Ein Kosmetikstudio hatte für ein kosmetisches Ultraschallverfahren mit Aussagen zur Hautverjüngung geworben. Der Hersteller der Ultraschall-Geräte hatte durch externe Ärzte eine fundierte multizentrische placebo-kontrollierte Studie mit einer ausreichenden Probandenzahl durchführ




