Neue OZ: Kommentar zu Zentrum für verfolgte Künste
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Zentrum für verfolgte Künste. Der Titel klingt so plausibel wie
das Anliegen, das er bezeichnet. Doch Fragen bleiben. Werden wir
Kunst und Kultur gerecht, wenn wir sie vor allem als Beleg für
Exilsituationen betrachten? Wird nicht schon Exilforschung in vielen
Museen und Bibliotheken betrieben? Und hilft es wirklich, wenn
Exilerfahrung, wie es in der Solinger Kunstsammlung geschieht, mit
nur einer Kunstrichtung bebildert wird? Lebendig wird ein Exilzentrum
ohnehin nur dann, wenn aktuelle Erfahrungen in den Blick genommen
werden. Migration gibt es zudem nicht nur als Vertreibung, sondern
auch als freiwillige Wahl eines anderen Landes. Migranten verändern
gerade die Kultur Deutschlands nachhaltig. Lohnte da nicht auch ein
genauer Blick? Ein Zentrum ja, aber für Kulturen der Migration.
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Datum: 26.02.2012 - 22:00 Uhr
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