Die Zukunft ist personalorientiert
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Drei Experten diskutierenüber den Fachkräftemangel
Deutschland gehen die Fach- und Nachwuchskräfte aus, warnen die Spitzenverbände der Wirtschaft. Unternehmen klagen zudem über einen massiven Mangel an geeigneten Bewerbern für Lehrstellen. Auch die Abwanderung gut ausgebildeter Fachkräfte ist beunruhigend. Bereits heute sei die demografische Entwicklung durch einen Fachkräftemangel in bestimmten Berufen spürbar, so die Verbände.
Laut Statistiken wird sich dieser Mangel noch verstärken. Die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter soll im Land bis 2020 um rund 250.000 zurückgehen und dieser Trend sich in den folgenden Jahren noch weiter fortsetzen. Wie wird die Zukunft aussehen? Welche Lösungen zur Nachwuchs- und Fachkräftesicherung gibt es? Helfen uns eine bessere berufliche Bildung, mehr berufstätige Frauen, das Anwerben ausländischer Fachkräfte, Bildungspartnerschaften oder bessere Löhne? Oder ist das alles Panikmache? So sagen andererseits einige Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsforscher, von einem allgemein drohenden Fachkräfte- und Nachwuchsmangel sei nichts zu sehen. Drei Experten stellen am 9. März 2012 in Zukunftsforum der Handwerkskammer Region Stuttgart ihren Blickwinkel dar und liefern eine spannende Diskussion.
-Dr. Bettina Rademacher-Bensing aus Stuttgart ist Leiterin für Fachkräftesicherung bei der Bundesagentur für Arbeit. Als künftige Herausforderung sieht sie: "Stellen bleiben oft unbesetzt, weil es keine passenden Fachkräfte gibt. Geringqualifizierte Menschen verlieren hingegen immer wieder ihre Arbeit und können vorhandene Arbeitsplätze nicht ausfüllen. Hier gilt es, Potentiale zu erkennen und besser zu nutzen."
Bundesagentur für Arbeit
-Karl Brenke, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, meint: "Es gibt derzeit und auch in den nächsten Jahren keinen ausgeprägten Fachkräftemangel in Deutschland. Den Folgen des demografischen Wandels müssen entsprechende Maßnahmen in der Personalstrategie von Unternehmen, in der Politik, bei Verbänden und im Bildungswesen entgegen gesetzt werden."
Deutsches Institut für Wirtschaftsförderung
-Kay Oberger, Geschäftsführer der Stuttgarter Firma OBERGER GmbH renovieren & gestalten, ist sich sicher: "Um einem Fachkräftemangel vorzubeugen, ist es entscheidend, den Ausbildungsstand des Einzelnen zu kennen. Es gilt, das Potenzial eigener Mitarbeiter zu fördern und zu fordern, zu motivieren, gut auszubilden und über die daraus resultierende Wertschätzung zu binden."
OBERGER GmbH
Die Veranstaltung findet im Forum der Handwerkskammer Region Stuttgart, Heilbronner Straße 43 in 70191 Stuttgart statt. Beginn ist um 19:30 Uhr. Der Abend schließt gegen 21 Uhr mit einem kleinen Empfang mit Snacks und Getränken. Die Teilnahme am Zukunftsforum ist kostenfrei. Um genügend Sitzplätze bereitstellen zu können, bitten wir Interessenten, sich mit dem folgenden Formular anzumelden.
Info: http://www.hwk-stuttgart.de/zufo2012.htm
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Datum: 29.02.2012 - 09:34 Uhr
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