Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn schreibt an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Islam-Unterricht in NRW verfassungswidrig
ID: 586057
Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn schreibt an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Islam-Unterricht in NRW verfassungswidrig
In einem Brief an die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat der hessische Integrationsminister und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn seine Sorge zum Ausdruck gebracht, die in NRW gewählte Regelung der Einführung des islamischen Religionsunterrichts verletze das Grundgesetz. Die in NRW gewählte, sogenannte "Übergangslösung" gehe davon aus, bei der Einführung eines bekenntnisorientierten Religionsunterrichtes ohne eine entsprechende Religionsgemeinschaft auszukommen. Diese sei jedoch von Artikel 7 Absatz 3 des Grundgesetzes zwingend gefordert.
Bei einer Podiumsdiskussion der Frankfurter IHK erläuterte Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn, das Grundgesetz lege fest, dass Religionsunterricht in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaft erteilt werde. Eine Religionsgemeinschaft könne nur sein, wer auf Dauer als Ansprechpartner des Staates fungieren könne. Die vom Grundgesetz geforderte Religionsgemeinschaft könne aber keinesfalls ein staatlich gebildetes Gremium aus Vertretern von islamischen Verbänden und Mitarbeitern des Staates sein, die einen staatlich organisierten "Beirat" bildeten. Integrationsminister Hahn: "Der Staat darf nicht der Lenker des Islam sein. Die in NRW und Niedersachsen gewählte Beirats-Lösung ist nach meiner juristischen Bewertung verfassungswidrig."
In dem Brief an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft warnt der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn vor einem "Sonderrecht" für den Islam. Hahn verlangt, die Verantwortung der muslimischen Gemeinden einzufordern. Sondervorschriften seien nicht geeignet, den tiefgreifenden Vorbehalten in Teilen der Bevölkerung entgegenzutreten.
Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn kündigte an, er werde das Thema "islamischer Religionsunterricht" und den in NRW und auch in Niedersachsen gewählten Verzicht auf eine "anerkannte Religionsgemeinschaft" auf der Integrationsminister-Konferenz am 21./22. März in Saarlouis zum Thema machen.
Pressestelle: Ministerium der Justiz, für Integration und Europa
Pressesprecher: Dr. Hans Liedel
Telefon: (0611) 32 2695, Fax: (0611) 32 2691
E-Mail: pressestelle@hmdj.hessen.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 01.03.2012 - 15:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 586057
Anzahl Zeichen: 2573
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 289 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der hessische Integrationsminister Jörg-Uwe Hahn schreibt an NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft: Islam-Unterricht in NRW verfassungswidrig"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
70 Prozent aller Freiheitsstrafen zur Bewährung - Zum Jahresende 2011 waren 4747 Täter in Haft "In der Strafverfolgungsstatistik werden die Entscheidungen der Strafgerichte abgebildet, also ob und warum eine Verurteilung erfolgt ist, oder ein Freispruch, oder ob ein Verfahren eingestellt
Hessischer Europaminister und stellvertretender Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn zu Finanzhilfen für Spanien ...
Heutige Sitzung der Europakammer des Bundesrates - Ablehnung einer europäischen Haftungsunion Der Hessische Europaminister und stellvertretende Ministerpräsident Jörg-Uwe Hahn hat sich in der heutigen Sitzung der Europakammer des Bundesrates zu den Finanzhilfen für Spanien besorgt gezeigt,
Der hessische Europaminister Jörg-Uwe Hahn: Europäisches Parlament soll Finanztransaktionssteuer ablehnen ...
Der hessische Europaminister Jörg-Uwe Hahn fordert die Abgeordneten des Europäischen Parlaments auf, gegen die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zu stimmen. In der Plenardebatte am Mittwoch diskutieren und beschließen über den Bericht der sozialistischen Berichterstatterin Podimata (S
Weitere Mitteilungen von Hessisches Ministerium der Justiz, für Integration und Europa
LVR-Freilichtmuseum Kommern zeigt traditionelle Waldarbeiten ...
Mechernich-Kommern (nrw-tn). Ardenner und Brabanter, Unimogs und Bulldogs - mit viel Zugkraft rücken vierbeinige und motorisierte Pferderstärken am 28. und 29. April 2012 dem Wald zuleibe. Auf der Veranstaltung "Verrücktes Holz" im LVR-Freilichtmuseum Kommern stehen das Holzrücken un
Licht an: ExtraSchicht erhellt das nächtliche Ruhrgebiet ...
Essen (nrw-tn). Am 30. Juni 2012 legt die Metropole Ruhr wieder eine Nachtschicht ein, mit der größten Beteiligung in ihrer Geschichte: Insgesamt 53 Spielorte in 23 Städten erwarten die Besucher der zwölften ExtraSchicht, darunter feiern einige Premiere. Neun neue Spielorte sind bei dieser
Chance für Dialog mit Nordkorea ...
Zur Aussetzung des nordkoreanischen Atomwaffenprogramms erklärt die stellvertretende außenpolitische Sprecherin der SPDBundestagsfraktion Uta Zapf: Wir begrüßen die Bereitschaft Nordkoreas, die Urananreicherung und Atomtests auszusetzen und erneut Inspektionen durch die Internationale Atome
Bundesregierung tut nichts gegen Rüstungskäufe in EU-Krisenstaaten ...
Zur gestrigen Fragestunde im Deutschen Bundestag zum Thema Rüstungsexport in Eurokrisenländer erklärt der stellvertretende wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion Klaus Barthel: Griechenland und andere europäische Krisenländer können Rüstungskäufe - wie andere öffentl
Endlagersuche muss transparent erfolgen ...
"Unbelehrbar, starrköpfig und verantwortungslos sind diejenigen, die weiterhin an Gorleben als Endlagerstandort festhalten. Das ist nicht nur teuer, sondern auch gefährlich. Ein neues transparentes Suchverfahren bedarf einer weißen Landkarte und keines Gorlebenfindungsgesetzes", erklÃ




