Fukushima-Demonstrationen in sechs deutschen Regionen: Zehntausende fordern von Bundesregierung schnelle Energiewende und Atomausstieg
ID: 592908
abschalten!" haben am Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Fukushima
mehrere zehntausend Menschen in sechs Regionen in Deutschland
demonstriert. Zu ihren Forderungen gehörten die Einstellung der
Urananreicherung im nordrhein-westfälischen Gronau und ein Neustart
beim Umgang mit dem radioaktiven Atommüll. Gorleben und Schacht
Konrad müssten als Endlagerstandorte aufgegeben und der Atommüll aus
den Lagern Asse II und Morsleben herausgeholt werden.
In Japan, Frankreich, Belgien, Luxemburg, der Schweiz und Polen
fanden ähnliche Kundgebungen statt, bei denen der Opfer der
Atomkatastrophe gedacht und eine Abkehr von der Atomenergie gefordert
wurde.
Zu den Demonstrationen in Brokdorf, Gundremmingen, Neckarwestheim,
Gronau, Hannover und in der Region um die Atommülllager Asse und
Schacht Konrad hatten regionale Bürgerinitiativen und die
Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt, die Arbeitsgemeinschaft Schacht
Konrad, Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland
(BUND), Campact, die Bürgerinitiative Umweltschutz, ROBIN WOOD, die
NaturFreunde Deutschlands, das Netzwerk Friedenskooperative sowie die
Verbände IPPNW, contrAtom und urgewald aufgerufen.
Das Atomkraftwerk Brokdorf umzingelten mit einer Menschenkette
rund 3000 Demonstranten, am AKW Gundremmingen versammelten sich 4000
und am AKW Neckarwestheim 5000 Menschen. In Hannover demonstrierten
7000 gegen die Atomenergienutzung, bei der Urananreicherungsanlage
Gronau mehr als 4000. Bei einer 75 Kilometer langen Lichterkette in
der Region um die Atommülllager Asse und Schacht Konrad am Abend
rechnen die Organisatoren mit mehr als 20000 Teilnehmern.
Die eindrucksvollen Protestdemonstrationen sind für die
Veranstalter ein deutliches Signal an die Bundesregierung, endlich
die notwendigen Konsequenzen aus der Fukushima-Katastrophe zu ziehen.
Der halbherzige und viel zu langsame Atomausstieg in Deutschland
müsse deutlich beschleunigt und die Energiewende energisch
vorangetrieben werden. Die Mehrheit der Bevölkerung sei für einen
schnelleren Atomausstieg. Bundeskanzlerin Angela Merkel und
Bundesumweltminister Norbert Röttgen müssten außerdem den
Verharmlosern der Fukushima-Katastrophe in den Chefetagen der
Energiekonzerne entschieden entgegentreten.
Hinweis: Die endgültige Gesamtzahl der Demonstranten (inklusive
der Zahl der TeilnehmerInnen an der abendlichen Lichterkette) geben
die Veranstalter in einer nachfolgenden zweiten Pressemitteilung
gegen 19.30 Uhr bekannt.
Pressekontakte zu den einzelnen Demonstrationen finden Sie im
Internet unter: www.fukushima-2012.de/start/presse/pressekontakt
Pressekontakt:
Christoph Bautz, Campact, Mobil: 0163-5957593; Thorben Becker, Bund
für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Mobil: 0173-6071603;
Jochen Stay, .ausgestrahlt, Mobil: 0170-9358759; Eberhard Heise,
Attac-Koordinationskreis, Mobil: 0175-6878455; Uwe Hiksch,
NaturFreunde Deutschlands, Mobil: 0176-62015902
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Datum: 11.03.2012 - 14:46 Uhr
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