Lebensqualität bei Krebs erhalten
Krebs ist nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Doch ist für Krebskranke das Leben nicht zu Ende. Die Fachärzte des Onkologischen Zentrums Oberland zeigen im Rahmen ihres interdisziplinären Behandlungskonzeptes Wege für mehr Lebensqualität mit Krebs auf. Beim 2. landkreisübergreifenden Patiententag am 10. März konnten sich Patienten und ihre Angehörigen über aktuelle Entwicklungen in Diagnostik und Therapie informieren.
Onkologisches Zentrum Oberland beispielhaft für interdisziplinäres Behandlungskonzept
Landrat Harald Kühn nannte das Onkologische Zentrum Oberland mit seinem integrierten Behandlungskonzept beispielhaft in der Versorgung von Krebskranken und hob die Notwendigkeit der Kommunikation zwischen Experten und Patienten hervor: „Der Patiententag bietet insbesondere Betroffenen und ihren Angehörigen eine ideale Plattform des Austausches mit Experten der verschiedenen Fachrichtungen.“ Gleichzeitig unterstrich Kühn die Bedeutung des Patiententages als einen wichtigen Beitrag in der regionalen Betreuung krebskranker Menschen.
Ernährung und Sport wichtig für Therapieerfolg und Wohlbefinden
Beim diesjährigen Patiententag lagen die inhaltlichen Schwerpunkte vor allem auf den Themen Ernährung und Sport. An verschiedenen Infoständen informierten Experten die Teilnehmer des Patiententages über gesunde Ernährung bei Krebserkrankungen. So gab es appetitanregende Frühlingssuppen und Shakes zum Probieren. Diese hochdosierten Kalorienbomben helfen, wenn während der Therapie nichts mehr schmeckt und beugen einer Mangelernährung vor. Eine klare Absage erteilte Krebsspezialist Dr. Lambertz den oftmals angebotenen Krebsdiäten: „Es ist schlicht falsch zu glauben, dass man mit bestimmten Diäten eine Krebserkrankung heilen kann.“
Sport hält nicht nur gesunde Menschen fit. Auch bei Krebskranken sind sportliche Aktivitäten in Maßen durchaus sinnvoll, helfen gegen Müdigkeit und unterstützen das psychische und physische Wohlbefinden. Darüber hinaus beeinflusst Sport mitunter direkt den Krankheits-verlauf: „Bei Brustkrebserkrankungen von Frauen kann durch Sport das Rückfallrisiko deutlich gemindert werden“, nannte der Leiter des Onkologischen Zentrums Oberland ein Beispiel. Am Infostand für Sport konnten die Besucher die positive Wirkung von Bewegung bei einem Schnupperkurs direkt testen.
Die optimale Versorgung von Krebspatienten erfordert die disziplinübergreifende Zusammenarbeit vieler fachmedizinischer Bereiche. Vor diesem Hintergrund wurde bereits im Jahr 2000 am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ein Onkologischer Arbeitskreis gegründet, aus dem 2008 das Onkologische Zentrum Oberland entstand: Mediziner aus 15 Fachbereichen arbeiten hier zusammen. Mitglieder sind zudem die Praxis für Strahlentherapie Garmisch-Partenkirchen, die Neurochirurgie an der Unfallklinik Murnau und die Hämatologisch-Onkologische Praxis Dr. Michael Perker und PD Dr. Michael Sandherr in Weilheim. Darüber hinaus bestehen enge Kooperationen mit anderen Kliniken und nieder-gelassenen Ärzten. Das Onkologische Zentrum Oberland gehört zu den bundesweit 39 Institutionen, die von der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie zertifiziert wurden.
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Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen, akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), ist ein hoch spezialisierter Anbieter anerkannter Spitzenmedizin mit überregionalem Versorgungsauftrag. Zudem ist das Klinikum fachübergreifender medizinischer Rundumversorger für die Menschen der Region. Rund 1.100 hochqualifizierte Mitarbeiter versorgen Patienten in 17 medizinischen Fachabteilungen nach den neuesten wissenschaftlichen Standards. Die enge fachübergreifende Zusammenarbeit in Diagnostik und Therapie hat das Ziel, Kompetenzen zu bündeln – um für jeden Patienten die beste individuelle Behandlungsmethode zu entwickeln. Für die stationäre Versorgung von 23.000 Patienten im Jahr stehen 505 Betten bereit, ambulant werden jährlich weitere 30.000 Patienten behandelt. Das Klinikum ist seit 2004 nach dem Qualitätsmodell „Kooperation für Transparenz und Qualität im Krankenhaus (KTQ)“ zertifiziert.
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Datum: 12.03.2012 - 16:16 Uhr
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Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 12.03.2012
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