Gute Aussichten für hornlose Bullen: Enthornung in NRW künftig nur noch mit Schmerzmitteln
ID: 595429
Gute Aussichten für hornlose Bullen: Enthornung in NRW künftig nur noch mit Schmerzmitteln
(aid) - Das Enthornen von Rindern ist nach dem Tierschutzgesetz nur in begründeten Ausnahmefällen zulässig. In der Praxis wird es aber - in vielen Fällen aus guten Gründen - routinemäßig durchgeführt. Bei einem Fachgespräch im Landwirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen ging es um die Frage, wie man diesem Thema in der Praxis künftig gerecht wird. Ein erstes Ergebnis war, dass das Enthornen von Kälbern künftig nur noch mit medikamentöser Schmerzreduktion erfolgen soll. Dazu sei eine Sedierung in Verbindung mit einem Schmerzmittel am besten geeignet. Im Idealfall könnten die dafür benötigten Arzneimittel im Rahmen einer Bestandsbetreuung an den Landwirt abgegeben werden. Auf lange Sicht soll die Anpaarung genetisch hornloser Rinder die tierschutzrechtlich schwierige Situation lösen, die auf EU-Ebene zunehmend kritisch gesehen wird. Bislang haben die Landwirte Bullen ohne Hörner aber selten zur Zucht eingesetzt, obwohl es weltweit über 300 hornlose Besamungsbullen allein bei den "Holstein Friesian" gibt. Nach Einschätzung der Rinder Union West ist die Nachfrage mit nur zwei Prozent aller Besamungen bisher gering. Gezielte Beratung und Bewerbung sollen den Einsatz fördern. Dazu gehört auch, dass die Zuchtverbände auf Spermaportionen hornloser Bullen einen deutlichen Preisnachlass bis zu 50 Prozent des üblichen Verkaufspreises gewähren werden. Die Landwirtschaftskammer NRW werde Informationen mit den entsprechenden Leistungsdaten für alle weltweit verfügbaren hornlosen Bullen voraussichtlich auf eine Internetplattform einstellen. Der Aufbau einer derartigen Plattform biete zudem eine gute Möglichkeit, den Genpool langfristig zu erweitern. Für biologisch wirtschaftende Betriebe werde eine weitere Regelung geprüft, nach der das Land NRW die Erteilung einer Ausnahmegenehmigung für das Enthornen von Rindern in Biobetrieben mit einem deutlichen Gebührennachlass verbindet, wenn dort genetisch hornlose Bullen angepaart werden.
Britta Klein, www.aid.de
Weitere Informationen:
www.oekolandbau.nrw.de
aid infodienst
Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V.
Heilsbachstraße 16
53123 Bonn
Tel. 0228 8499-0
Internet: http://www.aid.de, E-Mail: aid@aid.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.03.2012 - 13:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 595429
Anzahl Zeichen: 2633
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 458 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gute Aussichten für hornlose Bullen: Enthornung in NRW künftig nur noch mit Schmerzmitteln"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
aid (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(aid) - Fast jeder dritte Europäer konsumiert Energydrinks - rund 12 Prozent sogar mindestens vier- bis fünfmal in der Woche. Das geht aus einem Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hervor, für die mehr als 52.000 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in 16 EU-Mitg
SchmExperten in der Lernküche in Bild und Ton: aid-Kurz-Video auf YouTube ...
(aid) - Die "SchmExperten in der Lernküche" des aid infodienst erobern bereits seit Januar die Lernküchen der 6. bis 8. Klassen aller Schulformen. Um noch mehr Lehrerinnen und Lehrer für das praxisorientierte Unterrichtsmaterial zu begeistern, hat der aid ein Kurz-Video produziert, da
Freude am Gärtnern - trotz Pollenallergie: Neuer aid-Hörfunkbeitrag ...
(aid) - Der Winter war lang genug, endlich wird es Frühling: Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, also ab ins Freie und die Natur genießen. Für viele Menschen mag das allerdings wie Hohn klingen, denn Pollenallergien, umgangssprachlich als Heuschnupfen bezeichnet, machen Betroffenen den Au
Weitere Mitteilungen von aid
Ordentliche Löhne her, Sanktionen gegen Erwerbslose weg ...
Zur Niedriglohnstudie des Instituts für Arbeit und Qualifikation der Universität Duisburg-Essen, nach der acht Millionen Menschen mit einem Niedriglohn von weniger als 9,15 Euro brutto pro Stunde auskommen müssen und die Zahl der Niedriglöhner zwischen 1995 und 2010 um mehr als 2,3 Millionen g
Lebensmittelmüll von Berlin bis Sibirien: Wie erreicht man weniger Verluste vom Acker bis zur Tonne? ...
(aid) - "Taste the waste" und Valentin Thurn wirken nach! Das Thema Lebensmittel im Müll bleibt in der Diskussion. 6,7 Millionen Tonnen Lebensmittel im Müll, das sind ungefähr 81,6 kg pro Einwohner und Jahr. Das sind die ersten Zahlen einer Erhebung der Institute für Abfallwirtschaft
Mit Sonne kochen - auch in Deutschland: Von Lowtec-Trichterkochern und Hightec-Solarküchen ...
(aid) - So gelingt die Linsensuppe im Ein-Euro-Solarkocher: Zwei Tassen kleine gelbe Orient-Linsen und eine gewürfelte Tomate in ein schwarzes Kochglas füllen. Dazu einige Gewürze wie Kurkuma, Lorbeerblatt, gehackter frischer Ingwer, Chilipulver und Salz mischen. Das Ganze mit der doppelten Men
Gemenge statt Reinsaat: Warum Erbsen mit Hafer Unkraut besser unterdrücken ...
(aid) - Im ökologischen Landbau werden Sommererbsen oft mit einem Getreidepartner als Gemenge angebaut. Dafür sprechen eine bessere Standfestigkeit und höhere Erträge, die unter anderem auf einer guten Unkrautunterdrückung beruhen. Die Gründe für die im Vergleich zur Einzelaussaat deutlich




