Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum Thema "ZDF soll sparen"
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Wer seine Hausaufgaben nicht rechtzeitig macht, also die Kürzung der
Personalkosten um 75 Millionen Euro auf die lange Bank schiebt, darf
sich nicht darüber beschweren, wenn er an seine Verpflichtung
erinnert wird. Das ZDF hat sich in seiner gut 50-jährigen Geschichte
zu einem behördenähnlichen Apparat entwickelt, von uns
Rundfunkgebührenzahlern üppig gefüttert und dadurch echtem Wettbewerb
entzogen. Das hat auf dem Mainzer Lerchenberg zu Bequemlichkeit,
übergroßem Anspruchsdenken, großzügiger Personalausstattung und der
Gründung von digitalen Spartensendern geführt, die zum Teil von der
Öffentlichkeit kaum beachtet werden. Zudem baut der Fernsehsender
ZDF ohne Not seine Aktivitäten im Internet immer stärker aus. Für die
Online-Präsenz veranschlagten ARD und ZDF für den Zeitraum 2009 bis
2012 sage und schreibe 610 Millionen Euro. Hier sollte das ZDF den
Rotstift ansetzen, denn wer den Sender einschaltet, möchte am
Fernsehgerät alles Wissenswerte erfahren und nicht auf »heute-journal
plus« im Internet verwiesen werden.
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Andreas Kolesch
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Datum: 19.03.2012 - 20:35 Uhr
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