Mittelbayerische Zeitung: Keine Zeit
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Eines muss man der FDP lassen: Sie hat heftig dagegen gehalten,
als Opel mit Steuergeldern gerettet werden sollte - und Recht
behalten. Die Mutter GM hat es dann zähneknirschend selbst getan -
und ist heute nur mäßig davon überzeugt, dass das richtig war. Umso
schlüssiger wirkt die Weigerung der Liberalen, Bürgschaften für die
Transfergesellschaft bei Schlecker abzunicken - ein Unternehmen mit
Beliebtheitswerten, die jenen der FDP sehr nahekommen. So einfach, so
gut. Doch die betroffenen Mitarbeiter werden das anders sehen, weil
sie über Nacht arbeitslos sind. Mit einer Transfergesellschaft hätte
man ihnen Zeit gekauft, sich neu zu orientieren - nicht weniger, aber
auch nicht mehr. Nun müssen es die Agenturen für Arbeit richten. Sie
haben den gekündigten Schlecker-Frauen Mut gemacht, es gebe genügend
Verkäuferstellen. Für die Firma Schlecker sieht es seit gestern indes
noch düsterer aus als zuvor. In diesem Fall ist völlig klar: Der
Markt muss entscheiden, der Staat hat da nichts zu suchen.
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Datum: 29.03.2012 - 19:36 Uhr
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