WAZ: Pillen für Kinder? Kommentar von Petra Koruhn
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und trotzdem mit starken Medikamenten behandelt. Dies sagt eine
Studie der Uni Bochum. Man muss so etwas verurteilen - und doch ist
es so einfach nicht.
Denn die Krankheit ADHS - das Zappelphilipp-Syndrom - ist nur
schwer zu erkennen. Man kann nicht einfach Blut abnehmen und weiß
Bescheid. Es sind viele psychologische Tests nötig. Das dauert. Aber
diese hyperaktiven Kinder, die außer sich geraten können, die sich
und andere in Gefahr bringen können, brauchen sofort Hilfe.
Leider zeigt die Studie, dass die starken Mittel viel zu oft
verabreicht werden. Vor allem an Jungen. Sollte es wirklich so sein,
dass unsere Grundschulen vor allem Mädchenschulen sind? Wo jede
Rauferei gleich als krankhaft eingestuft wird? Vielleicht sind das
Vorurteile. Es wäre schön. Auch zu wissen, dass für Lehrer die
schnelle Pille nicht der einzig richtige Weg ist.
Lehrer wollen nichts Böses fürs Kind. Sie wollen, dass das Kind
mitkommt, dass es Spaß an der Schule hat. Aber auch, dass es die
Mitschüler nicht stört. Im Grunde wollen alle das Beste für das Kind.
Die Pille ist es nur in Ausnahmefällen.
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Datum: 03.04.2012 - 19:40 Uhr
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