Gezielte Verkehrspolitik statt blanker Polemik
ID: 615216
Gezielte Verkehrspolitik statt blanker Polemik
Zur Bezeichnung von Fahrradfahrern als "Kampf-Radler" durch Bundesminister Ramsauer erklaert die stellvertretende Sprecherin der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion Kirsten Luehmann:
Die Kritik von Bundesminister Ramsauer an Fahrradfahrern in Deutschland geht voellig am Thema vorbei. Sie ist einseitig und laesst sich statistisch nicht belegen. Der Bundesminister sollte keine einseitigen Statements abgeben, sondern sich fuer eine an den tatsaechlichen Zahlen orientierte Verkehrssicherheitsarbeit einsetzen.
Im letzten Jahr erhoehte sich die Zahl der Verkehrsunfaelle mit toedlich verunglueckten Fahrradfahrenden deutlich auf 398, wobei sich ueber 50 Prozent davon ausserhalb von geschlossenen Ortschaften, wo meistens keine Fahrradwege vorhanden sind, ereignet haben. Die Bundesregierung hat aber genau in diesem Bereich knapp 30 Prozent der Bundesmittel gekuerzt. Wenn Herr Ramsauer wirklich etwas fuer eine erhoehte Verkehrssicherheit tun will, sollte er diese Kuerzungen rueckgaengig machen und den Radwegebau besser foerdern.
Natuerlich gibt es Rad fahrende, auf die der Begriff des "Verkehrsraudis" zutrifft, allerdings trifft dies im gleichen Masse auch auf andere Verkehrsteilnehmende, wie beispielsweise Autofahrende zu. Die Bezeichnung der Rad fahrenden in Abgrenzung zu anderen Verkehrsteilnehmenden ist statistisch gesehen falsch.
Denn fast alle Besitzer von Fuehrerscheinen nehmen auch als Rad fahrende oder Fussgaenger am Strassenverkehr teil.
Eine Strategie, um toedliche Unfaelle mit Fahrradfahrenden und Fussgaengern zu vermeiden, ist der gezielte Einsatz moderner Technik. So ereignen sich eine hohe Anzahl der fuer Radfahrer toedlichen Unfaelle dadurch, dass ein LKW einen Radfahrer beim Abbiegen uebersieht. Nahezu jedes moderne Auto verfuegt heutzutage ueber eine elektronische Einparkhilfe, um den Wagen vor Blechschaeden zu schuetzen. Eine solche Technik kann auch auf Rad fahrende und Fussgaenger eingestellt werden. Der Einbau einer solchen Technik im LKW koennte Menschenleben retten, indem sie auf Rad fahrende und Fussgaenger im Umfeld der LKW aufmerksam macht. Das waere beispielsweise eine unterstuetzenswerte Forderung, die im Gegensatz zu den polemischen Aeusserungen des Ministers den Menschen auch wirklich helfen wuerde.
Kontakt:
SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.04.2012 - 15:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 615216
Anzahl Zeichen: 2830
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 409 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Gezielte Verkehrspolitik statt blanker Polemik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
DÖRING: SPD muss Verweigerung überdenken ...
FDP-Sprecher WULF OEHME teilt mit: Berlin. Der designierte FDP-Generalsekretär, FDP-Bundesschatzmeister und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion, PATRICK DÖRING, erklärt zu der Presseberichterstattung über Steuer- und Beitragsmehrbelastungen: "Die gute Nachricht i
Sozialversicherung braucht gerechte Perspektive statt Kurzschlüsse ...
"Statt durch die Brille der Haushaltssanierung gierig in Richtung der Überschüsse in der Sozialversicherung zu schielen, muss die Bundesregierung für soziale Gerechtigkeit sorgen. Nie war der Zeitpunkt günstiger, unsinnige und unsoziale Zuzahlungen wie die Praxisgebühr abzuschaffen"
PILTZ: Extremistischen Islamismus nicht mit dem Islam verwechseln ? Kein Verbot ohne Rechtsgrundlage ...
BERLIN. Zu salafistischen Aktivitäten und der Debatte um ein Verbot der Verteilung des Korans erklärt die stellvertretende Vorsitzende und innenpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Gisela PILTZ: Religionsfreiheit ist in unserem Land ein hohes Gut. Unsere Verfassung schützt dabei
Ministerin Löhrmann und Ministerin Schulze: 'Wir sichern den Lehrernachwuchs an Berufskollegs' ...
Lehrergewinnung in gewerblich-technischen Fächern an Berufskollegs Das Ministerium für Schule und Weiterbildung und das Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung in Nordrhein-Westfalen teilen mit: Düsseldorf, 12. April 2012. Schulministerin Sylvia Löhrmann und Wissenschafts




