Neue OZ: Kommentar zu Kultur / Kunsthalle
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Potsdam bekommt eine Kunsthalle geschenkt. Und viel ist noch nicht
darüber zu hören, was das Haus einmal zeigen soll: DDR-Kunst des
Mäzens Hasso Plattner, und Wechselausstellungen.
Gerade diese Offenheit dürfte in der benachbarten Metropole Berlin
für spitze Ohren sorgen: Die Stadt ist voller Künstler, die seit
Jahren um eine ständige Adresse für Gegenwartskunst ringen. Von 2008
bis 2010 stieß die Temporäre Kunsthalle in die Lücke: Nach dem Abriss
des Palastes der Republik fanden in einem Provisoriumsbau auf dem
Schlossplatz 17 Ausstellungen statt, in die über 200 000 Besucher
strömten.
Die könnten ihren Blick nun nach Brandenburg richten: Potsdam ist
per S-Bahn bequem erreichbar. Warum sollte die Szene den neuen
Standort also nicht eingemeinden? Als Konkurrenz vor der Berliner
Haustür könnte die Stiftung damit auch in die Debatte um die
Hauptstadt-Kultur eine neue Dynamik bringen.
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Datum: 13.04.2012 - 22:00 Uhr
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