Nach der Milchkrise ist kurz vor der nächsten! Abgeordnete des europäischen Agrarausschusses stellen Abschaffung der Milchquote in Frage.
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Nach der Milchkrise ist kurz vor der nächsten! Abgeordnete des europäischen Agrarausschusses stellen Abschaffung der Milchquote in Frage.
Schon bei der Abstimmung des Milchpakets im Europäischen Parlament im Februar haben wir GRÜNE dagegen gestimmt, weil wir der Meinung sind, dass das Milchpaket die Probleme des Milchmarktes nicht löst.
Offensichtlich musste es den nächsten Preisabsturz geben, bis Ansätze von Einsicht sich zeigen: Die Diskussion zu Milch wurde heute in der Aussprache mit Kommissar Ciolos im Agrarausschuss wieder eröffnet und der Berichterstatter des Milchpakets, James Nicholson, stellte sogar die Abschaffung der Milchquote in Frage.
2011 haben die europäischen Milchmengen in einem ohnehin übersättigten Weltmarkt noch einmal um 2% und in den USA um 5,2% zugenommen. Nun haben wir den nächsten Preisabsturz, nicht nur bei Preisverhandlungen mit dem Handel in Deutschland, auch die neuseeländische Milchbörse verzeichnet einen Absturz des Preisindexes um fast 10%.
Das Problem liegt im System: Auf den Weltmarkt geworfene Mengen bringen keine höheren Erzeugerpreise, die gibt es nur mit höherer Wertschöpfung und dafür ist ein Zuviel an Menge tödlich! Diskussionen über Markttransparenz oder Risikomanagement gehen am Kern der Problematik vorbei, da müssen bessere Antworten gefunden werden!
Statt wie beim Wein- und beim Zuckermarkt für vernünftige Lösungen einzutreten, wurde der Milchmarkt sehenden Auges mit wachsenden Mengen vor die Wand gefahren. Die Milchbauern, deren Betriebe sich von der letzten Milchkrise noch nicht einmal erholt haben, baden das aus und landen wieder einmal auf dem harten Beton.
Gemeinsam mit anderen Abgeordneten des Agrarausschusses fordere ich eine Anhörung zu Milch und ein Vorziehen des Zwischenberichtes der Europäischen Kommission zum Milchmarkt.
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Datum: 24.04.2012 - 16:01 Uhr
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