Weiterhin ungelöste Probleme auf dem Ausbildungsmarkt

Weiterhin ungelöste Probleme auf dem Ausbildungsmarkt

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Weiterhin ungelöste Probleme auf dem Ausbildungsmarkt



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"Eine Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt ist nicht zu erkennen. Der Markt wird wohl mehr durch die sinkenden Schülerzahlen als durch ein gesteigertes Engagement der Wirtschaft entlastet. Die ungelösten Probleme verschärfen sich hingegen weiter. Die, die bisher von Ausbildung ausgegrenzt wurden, werden auch durch den demografischen Faktor nicht integriert. Die freien Stellen, viele davon im Hotel- und Gaststättengewerbe, verwundern hingegen gar nicht. Hier werden Jugendliche mit Mini-Vergütungen, vielen Überstunden und rauem Umgang eher ausgenutzt als ausgebildet", so Agnes Alpers, Sprecherin für berufliche Aus- und Weiterbildung der Fraktion DIE LINKE, zum heute veröffentlichten Berufsbildungsbericht. Alpers weiter:

"Die Bundesregierung verzeichnet neue, zusätzliche Ausbildungsplätze. Nur mit viel Phantasie ist diese Rechnung überhaupt ein Nullsummenspiel, denn zwölf Prozent der Betriebe wollen ihr Ausbildungsplatzangebot reduzieren oder gar einstellen. Der DIHK geht sogar von achtzehn Prozent aus. Erschreckenderweise wird auch im Öffentlichen Dienst die Ausbildung junger Menschen drastisch zurückgefahren. Selbst Bundesbehörden erfüllen nicht die durchschnittliche Ausbildungsquote.

Die Appelle an die Betriebe, auch der jüngste vom Präsidenten des Bundesinstituts für Berufsbildung, Friedrich Hubert Esser, zeigen wenig Wirkung. Zusätzliche Stellen sind rar, die Ziele des Ausbildungspaktes sind nach wie vor nicht erreicht. Dadurch drehen auch in diesem Jahr wieder hunderttausende Jugendliche Warteschleifen im sogenannten Übergangssystem.

Die bittere Wahrheit zeigt sich endgültig bei 1,5 Millionen jungen Menschen zwischen 20 und 29 Jahren, denen bereits in den zurückliegenden Jahren der Sprung ins Ausbildungssystem verwehrt blieb. Ihre Beschäftigungschancen in ohnehin schon prekären Arbeitsverhältnissen werden weiter sinken. DIE LINKE fordert ein Sofortprogramm '1,5 Milliarden Euro für 1,5 Millionen', damit Menschen ohne abgeschlossene Berufsausbildung mithilfe nachqualifizierender Angebote endlich der Einstieg in Ausbildung gelingt. Denn generell gilt: Berufliche Perspektiven für alle lässt sich nur mit einer guten Ausbildung und anschließender Übernahme verwirklichen."




F.d.R. Susanne Müller

Pressesprecher
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Datum: 09.05.2012 - 14:45 Uhr
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