Kirche und Politik - wie viel Einmischung ist erlaubt?
Darf sich Kirche in die Politik einmischen?
Birkner (FDP) und Beckstein (CSU) sehen enge Grenzen – McAllister (CDU), Steinmeier (SPD) und Göring-Eckardt (Grüne) freuen sich über eine politisch aktive Kirche im neuen Jahrbuch der Hanns-Lilje-Stiftung
Dagegen freuen sich David McAllister, Frank-Walter Steinmeier und Katrin Göring-Eckardt über kirchliches Engagement im politischen Prozess. „Ihre glaubwürdige Stimme ist in unserer offenen, pluralen Gesellschaft notwendig, da sie der Welt einen Spiegel vorhält“, sagt McAllister. „Kirchen können“, so McAllister weiter, „Antworten auf Fragen anbieten, die ein weltanschaulich neutraler Staat nicht geben kann.“ Auch Frank-Walter Steinmeier sieht keine Hindernisse: „Natürlich soll Kirche sich in den politischen Diskurs einmischen! Und zwar in all ihrer Vielstimmigkeit, mit Lebenserfahrung und Glaubwürdigkeit.“ Damit ist er auf einer Linie mit Katrin Göring-Eckardt von den Grünen, die zudem Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Sie sieht nur eine Einschränkung: „Allerdings können und dürfen wir als Kirche nicht parteipolitisch werden. Die Zeiten sind Gott sei Dank vorbei, in denen Pfarrer oder Priester von den Kanzeln herunter Wahlempfehlungen gegeben haben“, schreibt Göring-Eckardt im Jahrbuch der Hanns-Lilje-Stiftung.
Die ausführlichen Statements des niedersächsischen Ministerpräsidenten David McAllister, von SPD-Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier, Niedersachsens Umweltminister Stefan Birkner, Bundestagsvizepräsidentin Katrin Göring-Eckardt und vom ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Günter Beckstein finden Sie im heute erschienenen Jahrbuch der Hanns-Lilje-Stiftung unter
http://www.hanns-lilje-stiftung.de/jahrbuch.html
„Engagement und Einfluss“ ist das Motto dieses Jahrbuchs wie auch des diesjährigen Hanns-Lilje-Forums. Doch was heißt es konkret, sich zu engagieren und Einfluss zu nehmen? In Gesprächen, in Reportagen und Porträts sind wir dieser Frage nachgegangen und haben die unterschiedlichen Aspekte und Facetten des Themas ausgeleuchtet. Über ihre Arbeit, ihr Engagement und ihren Einfluss sprachen wir u.a. mit Prälat Dr. Bernhard Felmberg, dem Orientalisten Dr. Navid Kermani, dem E.ON Manager Dr. Bernhard Fischer und den Theatermacherinnen Nina de la Chevallerie und Luise Rist.
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Über die Hanns-Lilje-Stiftung
Die Hanns-Lilje-Stiftung fördert den Dialog von Kirche und Theologie mit Wissenschaft, Technik, Wirtschaft, Kunst und Politik. Sie wurde 1989 gegründet und gehört mit einem Stiftungskapital von 14,17 Mio. Euro zu den größten fördernden Stiftungen in Deutschland.
Informationen zur Hanns-Lilje-Stiftung unter www.lilje-stiftung.de
Für Rückfragen steht Dr. Christoph Dahling-Sander, Sekretär der Hanns-Lilje-Stiftung, zur Verfügung, Tel. 0511 1241 165.
E-Mail: dahling-sander(at)lilje-stiftung.de
Datum: 10.05.2012 - 15:49 Uhr
Sprache: Deutsch
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Hannover
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Politik & Gesellschaft
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