tz München: Merkel wirft Röttgen raus: Abschaltung statt Kernspaltung
ID: 641026
noch Muttis Braver ist, kann sich morgen ihrer Fürsorge nicht mehr
sicher sein. Scheinbar wohlüberlegt war Bundeskanzlerin Merkel, als
sie jetzt die Laufzeit von Norbert Röttgen als Umweltminister
beendet hat. Damit demonstrierte sie aber weniger rationale
Entschlossenheit als vielmehr, wie Machterhalt funktioniert. Statt
Ruhe hat die Kanzlerin in der Union jetzt nur ein anderes Rumoren
erreicht. Denn sie zeigte, wie sehr sie selbst nach der
NRW-Wahlniederlage die Getriebene war. Wer am Montag noch Kontinuität
im Umweltministerium fordert, am Mittwoch dessen Chef aber feuert,
kann Röttgens Rauswurf mit der wichtigen Energiewende allein nicht
glaubwürdig begründen. Merkel musste dennoch handeln: Spätestens mit
Horst Seehofers ungewohnt ehrlichen Interview-Sätzen über den Zustand
der Koalition stand der gebeutelten Union eine nervtötende wie
nichtsbringende Nabelschau bevor. Aber Merkel ging es nicht darum,
die Wünsche des CSU-Chefs zu erfüllen - sondern eine Kernspaltung mit
einer unkontrollierbaren Kettenreaktion in der Koalition zu
verhindern.
Walther Schneeweiß
Pressekontakt:
tz München
Redaktion
Telefon: 089 5306 505
politik@tz-online.de
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 17.05.2012 - 17:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 641026
Anzahl Zeichen: 1406
Kontakt-Informationen:
Stadt:
München
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 361 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"tz München: Merkel wirft Röttgen raus: Abschaltung statt Kernspaltung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
tz München (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Weitere Mitteilungen von tz München
Berliner Zeitung: Zur Entscheidung, den Berliner Flughafen erst im März 2013 zu eröffnen: ...
Wowereit und Platzeck mögen von den Managern getäuscht worden sein. Aber letztlich tragen auch sie als Aufsichtsräte Verantwortung. Ein Wort der Selbstkritik wäre durchaus angebracht gewesen. Aber ob sie Fehler nun eingestehen oder nicht: Die Schmach werden sie aus ihrer politischen Biograf
Frankfurter Rundschau: Zu Kanzlerin Merkel und dem neuen Umweltminister Altmaier: ...
Altmaier ist Angela Merkels letztes Aufgebot, seine Berufung auch ein Akt der Verzweiflung. Mehr gute Leute hat sie nicht, dafür aber schon sehr viele verschlissen. Doch gemach. Für einen Abgesang auf diese Kanzlerin ist es zu früh. Mit ihrer Erfahrung, ihrem Machtbewusstsein, ihrem dicken Fe
Der Tagesspiegel: Juso-Chef Vogt macht sich für Kanzlerkandidatur von Hannelore Kraft stark ...
Juso-Chef Sascha Vogt hat sich für eine Kanzlerkandidatur von der NRW-Wahlsiegerin Hannelore Kraft (SPD) ausgeprochen. "Hannelore Kraft fliegen in der Partei die Herzen zu und auch wir Jusos wären begeistert, wenn Sie sich doch noch entschließen würde, zu kandidieren. Die Entscheidung d
Schwäbische Zeitung: "Wir haben eine Chance verpasst" - Thomas Bareiß hält eigenes Energieministerium für wichtig - Interview ...
Berlin - Ein eigenes Energieministerium fordert Thomas Bareiß, der energiepolitische Koordinator der Unionsfraktion. "Wir haben eine Chance verpasst", sagt Thomas Bareiß im Interview der Schwäbischen Zeitung. "Die jetzige Regierungsumbildung wäre eine Chance gewesen, mit einem




