Neue OZ: Kommentar zu Moers Festival
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Wie deprimierend: Da stocken Stiftungen Gelder für das Moers
Festival auf, und trotzdem muss der Leiter um die Fortsetzung bangen,
weil die Kommune Schwierigkeiten hat, ihren Beitrag zu leisten. Zur
Disposition steht eines der wichtigsten Jazz-Festivals in
Deutschland.
Damit bekommt der Fall eine überregionale Dimension. Es ist eben
nicht so, als würde ein kleiner Marktflecken sein Dorfmuseum
schließen: Das ist schmerzhaft für die Bürger vor Ort und für ein
paar Urlaubsgäste. Nach Moers aber blickt die ganze Jazzwelt. Nur
macht es das für die Stadt kein bisschen leichter, die nötigen Cent
für den Haushalt zusammenzukratzen.
So tut sich in Moers einmal mehr das Dilemma der öffentlichen
Kulturfinanzierung auf: Die ist nämlich in erster Linie eine
kommunale Aufgabe. Mit dieser föderalen Struktur fuhr die Kulturszene
über Jahrzehnte gut, nun bröckelt sie angesichts überschuldeter
Städte zusehends. Wer an der Struktur nicht rütteln will, sollte
ernsthaft über die Finanzierung der Kommunen reden.
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Datum: 24.05.2012 - 22:00 Uhr
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