Lebensmittelwirtschaft begrüßt Einigung auf den ersten Teil der Liste gesundheitsbezogener Angaben
ID: 646304
Lebensmittelkunde e. V. (BLL) begrüßt die Einigung der Europäischen
Kommission auf einen ersten Teil der Liste mit allgemein anerkannten
gesundheitsbezogenen Angaben, der heute im EU-Amtsblatt
veröffentlicht worden ist. "Europaweit geltende, einheitliche
Kriterien sind sowohl für die Lebensmittelhersteller als auch für die
Verbraucher eine positive Entwicklung und grundsätzlich zu
befürworten", erklärt BLL-Hauptgeschäftsführer Professor Dr. Matthias
Horst. Er stellt jedoch klar, dass gesundheitsbezogene Werbeaussagen
schon immer nur dann verwendet werden durften, wenn sie
wissenschaftlich abgesichert und belegbar waren: "Wenn vereinzelt der
Eindruck erweckt wird, erst mit der Verabschiedung der aktuellen
Liste beginne der Verbraucherschutz auf der Grundlage des
Erfordernisses eines wissenschaftlichen Nachweises, dann ist das
schlicht falsch."
Mit der ersten Teilliste ist jedoch erst gut die Hälfte der
gesundheitsbezogenen Angaben bearbeitet, die zur Prüfung anstehen,
hauptsächlich Aussagen zu Vitaminen, Mineralstoffen, ungesättigten
Fettsäuren, Ballaststoffen oder auch Eiweiß und Kohlenhydraten, die
im Wesentlichen seit langem allgemein anerkannt sind. Der
schwierigere Teil liegt laut dem BLL-Hauptgeschäftsführer noch vor
der Europäischen Lebensmittelsicherheitsbehörde (EFSA) und der
Europäischen Kommission, wenn der selbst gesetzte Anspruch, das
Ernäh-rungswissen in der Verordnung zutreffend und umfassend
abzubilden, auch erfüllt werden soll: "Insbesondere bei der Bewertung
von Pflanzenstoffen, aber auch bei einer Vielzahl anderer Stoffe gibt
es noch keine einheitlichen Kriterien." Es steht deshalb zu erwarten,
dass der Prozess der wissenschaftlichen Bewertung und anschließend
auch der Beratung der weiteren Teile der Liste zu
gesundheitsbezogenen Angaben noch einige Jahre andauern wird.
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL) Der
BLL ist der Spitzenverband der deutschen Lebensmittelwirtschaft. Ihm
gehören ca. 500 Verbände und Unternehmen der gesamten
Lebensmittelkette - Industrie, Handel, Handwerk, Landwirtschaft und
angrenzende Gebiete - sowie zahlreiche Einzelmitglieder an.
Pressekontakt:
Peter Loosen, LL. M
Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (BLL)
Claire-Waldoff-Straße 7, 10117 Berlin
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Datum: 25.05.2012 - 11:09 Uhr
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