Pal Dragos: Homöopathie und Christentum - Brauchen Homöopathen einen „Exorzisten“?
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Die Betrachtung der Homöopathie aus religiöser Sicht ist nicht nur eine Angelegenheit der Kirchen sondern auch eine kulturelle Aufgabe.
Über die Homöopathie aus christlicher Sicht existieren eine Reihe von Klischees und Vorurteilen. Eine pauschale Verdammung der Homöopathie als Okkultismus ist nicht selten auf ein einseitiges, kopflastiges Verständnis des Christentums zurückzuführen. In meinem Buch „Homöopathie und das Urchristentum“ (2007) versuche ich zu zeigen, dass die theologische Position des Urchristentums im Hinblick auf eine kräftemäßige Beziehung zu Gott in den meisten Kirchen längst verloren gegangen ist. In den heutigen kirchlichen Stellungsnahmen ist eine deutliche Störung in Bezug auf die Naturkräfte der Menschen zu registrieren.
Es gibt allerdings auch gute Gründe für die christliche Kritik an der Homöopathie. Berücksichtigt man die Problematik der Megapotenzen (Potenzen über die 30-er Potenzierungsstufe, die bedauerlicherweise auch von G. Vitoulkas praktiziert werden) oder die unzähligen Verordnungen von homöopathischen Mitteln gegen einzelne Symptome, ohne Berücksichtigung der Konstitution, dann ist es durchaus berechtigt, auch aus christlicher Sicht Kritik zu üben.
Allerdings ist es einseitig und falsch das ganze homöo-pathische Wissen wegen der häufigen Fehlanwendungen zu verteufeln. Wer heute mit „Exorzisten“ die Homöopathie attackiert, macht sich lächerlich. Einerseits ist eine ausführliche Selbstreflexion der homöopathischen Disziplin fällig. Andererseits darf sich die kulturelle Auseinandersetzung mit den Religionen nicht dem Problem der medizinischen Anwendungen und der Frage nach der menschlichen Natur verschließen.
Pal Dragos: „Homöopathie und das Urchristentum“(2007) www. wachstumstrend.de
Zum Thema siehe auch: „Die unbekannten Todsünden in der Homöopathie - Zur erfolgreichen Organisation einer homöopathischen Therapie“(2005)
Leseproben: www.pal-dragos.de
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Datum: 09.12.2008 - 07:58 Uhr
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