Bundesrat beschließt Neuregelung der steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung
Heute hat nun auch der Bundesrat im Rahmen seiner 854. Sitzung der Neuregelung der steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung zugestimmt. Damit kann das Gesetz, nachdem es bereits am 22. Januar den Bundestag passierte, dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt werden und termingerecht zum 01. April 2009 in Kraft treten.

(firmenpresse) - Aktuell stellen sich jedoch angesichts der globalen Wirtschaftskrise zwei Fragen, die die von der Bunderegierung beabsichtigte Wirkung der Neuregelung entscheidend beeinträchtigen können:
1.)Sind derzeit Unternehmen überhaupt gewillt, Ihre Mitarbeiter am Kapital zu beteiligen?
Firmen, die derzeit unter der Wirtschaftskrise leiden und ihre Beschäftigten so-gar in Kurzarbeit schicken müssen, haben meist geringe Ambitionen, sich mit dem Gedanken einer Kapitalbeteiligung auseinander zu setzen.
Es gibt jedoch auch viele Unternehmen, die nicht direkt von der aktuellen Krise betroffen sind und sich in einem positiven Umfeld bewegen. In diesen Firmen herrscht (noch immer) Zuversicht über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Dies hat, unter Bezug auf den Aspekt der Einführung eines Kapitalbeteiligungsmodells in der Regel zur Folge, dass die neue Förderstruktur begrüßt wird und Überlegung bzgl. einer Modelleinführung bestehen.
Zahlreiche Firmen denken aber (auch unabhängig von ihrer heutigen Krisenbetroffenheit) bereits an die Herausforderungen, denen sie in der Zukunft bestehen müssen. Hierzu gehört z.B. der demographische Wandel: die ersten geburtenstarken Jahrgänge treten bereits in den Ruhestand ein. Der Fachkräftemangel ist somit vorprogrammiert. Gleiches gilt für die wachsenden Anforderungen der Unternehmen an die Beschäftigten (Stichwort: Selbstmanagement), wie z.B. eine aktuelle Studie der TU Darmstadt zeigt oder den Wandel der Präferenzen der Mitarbeiter (z.B. höhere Wertigkeit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf).
In denjenigen Unternehmen, die vorausschauend denken und handeln, herrscht oft das Bewusstsein, dass eine Kapitalbeteiligung unter langfristigen Gesichtspunkten zu initiieren ist und mit ihr vielfältige Effekte, die auf die zuvor genannten Anforderungen der Zukunft abzielen, verbunden sind.
2.)Haben Mitarbeiter aktuell ein Interesse an der Zeichnung einer Kapitalbeteili-gung „ihres“ Unternehmens?
In der Regel bieten Unternehmen nur dann ihren Beschäftigten eine Kapitalbeteiligung an, wenn sie sich des Rückhalts und der Verbundenheit der Mitarbeiter sicher sind. Dieser Rückhalt kann u.a. durch vorausschauendes und langfristig orientiertes Handeln (siehe oben) gestärkt werden.
Im Gegenzug stellt für die Mitarbeiter eine Anlage von Kapital im Unternehmen oft eine attraktive Alternative zu einer Finanzanlage am Kapitalmarkt dar. Hier herrscht vor allen Dingen das Bewusstsein, dass die Mitarbeiter durch das Ergebnis ihrer Arbeit im Unternehmen auch auf die Rendite ihrer Beteiligung Einfluss haben. Der Einflussnahme sind selbstverständlich Grenzen gesetzt. Sie ist aber wesentlich signifikanter als bei einer Anlage des Mitarbeiters am Kapitalmarkt.
Unter Renditegesichtspunkten leistet selbstverständlich die neue Förderstruktur auch einen entscheidenden Beitrag, da sie einen enormen Anreiz zur Zeichnung von Beteiligungen am Unternehmen bietet.
Ein weiteres Argument zur Zeichnung einer Kapitalbeteiligung ist oftmals auch das Bewusstsein, dass eine Kapitalbeteiligung zur Festigung des eigenen Arbeitsplatzes beiträgt. Die oftmals propagierten Doppelrisiken von Kapital und Arbeitsplatz finden in dieser Beziehung eher weniger Berücksichtigung.
Die wesentlichen Änderungen der Förderung, die das EStG. das VermBG und das InvG betreffen, sind bereits in unserer Pressemitteilung vom 22. Januar 2009 aufge-führt (siehe www.mit-unternehmer.com/index.php?id=74 ).
Bamberg, 13. Februar 2009
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
mit-unternehmer.com ist Partner der mittelständischen Wirtschaft für das gesamte Bundesgebiet. Unser Fokus liegt in der Erarbeitung individueller Vergütungs- und Beteiligungsmodelle. Auf diesen Gebieten verfügen unsere Berater über ein hohes Renommee; hier kennen wir uns seit Jahren aus.
Die Zufriedenheit unserer Mandanten steht für uns im Vordergrund. Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Beratungsergebnisse mit der bestehenden Unternehmenskultur in Einklang stehen. Partnerschaftlichkeit und Professionalität stehen dabei im Mittelpunkt.
Darüber hinaus legen wir großen Wert darauf, dass unsere Mandanten klar unsere Leistungen kalkulieren können: bereits nach einem ersten Sondierungsgespräch benennen wir möglichst detailliert das Gesamtauftragsvolumen einer Beauftragung. Hierzu gehört selbstverständlich auch die Nutzbarmachung staatlicher Fördergelder.
Das Publizieren unseres Wissens ist für uns von hoher Bedeutung. Unsere Bücher und Beiträge in Fachzeitschriften dienen als Entscheidungsgrundlage in der Praxis und fließen in wissenschaftliche Arbeiten ein.
mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH
Austr. 4
96047 Bamberg
Tel. 0951 - 30 18 33 6-0
Fax 0951 - 20 98 093
Mobil 0172 - 830 21 55
http://www.mit-unternehmer.com
Datum: 13.02.2009 - 15:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 72994
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Stefan Fritz
Stadt:
Bamberg
Telefon: 0951-3018336-0
Kategorie:
Dienstleistung
Meldungsart: Finanzinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 12.02.2009
Diese Pressemitteilung wurde bisher 496 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesrat beschließt Neuregelung der steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
(Bamberg, 28.11.2017) In einer Entschließung vom 25.11.2016 setzt sich der Bundesrat kritisch mit den Auswirkungen der sogenannten Nachkrisenreformagenda des Basler Ausschusses für Bankenaufsicht (BCBS), der in Folge der Finanzkrise 2008/2009 Maßnahmen erarbeitet hat, um eine höhere Solidität d
Neues Online-Informationsportal „Mitarbeiterbeteiligung“ ...
(Bamberg, 18.11.2017) Fachkräftemangel und Defizite in der Kommunikation einer hohen Arbeitgeberattraktivität sind akute personalwirtschaftliche Probleme mittelständischer Unternehmen. Darüber hinaus ist absehbar, dass der Mittelstand in wenigen Jahren mit Finanzierungsproblemen konfrontiert sei
Weitere Mitteilungen von mit-unternehmer.com Beratungs-GmbH
Det Norske Veritas (DNV) veröffentlicht neue Richtlinie für das Auflegen von Schiffen ...
Basierend auf den langjährigen Erfahrungen und dem Know-how von DNV beschreibt die neue Richtlinie systematisch, wie Schiffe bei fehlender Beschäftigung vorübergehend stillgelegt werden können. Das Auflegen eines Schiffes ist nicht nur ein komplexer technischer Ablauf, sondern unterliegt auc
Flughafenparkplatz rechtzeitig sichern und entspannt in den Urlaub starten ...
Ferienzeit ist Reisezeit und auch in diesem Sommer ist an den deutschen Flughäfen wieder mit einer Reisewelle zu rechnen. Die Nachfrage nach Parkplätzen in Flughafennähe ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Mit einer rechtzeitigen Buchung eines Flughafenparkplatzes können Kunden des Onlin
Rieta Vanessa de Soet: Business Center als Alternative zum eigenen Büro ...
Am Beispiel der Wirtschaftsmetropole Frankfurt am Main, dem grössten Finanzplatz in Deutschland zeigt sich deutlich eine steigende Nachfrage nach serviced offices, so Rieta de Soet Geschäftsführerin der IBS Business Center. In und um Frankfurt am Main erwirtschaften mehr als 300.000 Unternehme
Die Aggressivität durch Computerfrust nimmt zu ...
Zwei Computerfreaks in Hallein haben in ihrer Freizeit ein neues, gemeinnütziges Internetprojekt entwickelt. Dieses Projekt steht jedem Computeranwender kostenlos zur Verfügung und hilft bei allgemeinen Computerproblemen wie auch Fragen rund um den Computer und dessen Nutzung. In Zeiten wo die




