HOYER: Deutschland und Europa sollten Obamas Dialogangebot an den Iran konstruktiv unterstützen
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HOYER: Deutschland und Europa sollten Obamas Dialogangebot an den Iran konstruktiv unterstützen
Barack Obama´s diplomatische Offensive gegenüber den Iran kommt früher als erwartet und ist angesichts der geradezu traumatischen Erinnerungen in den USA an die Botschaftsbesetzung in Teheran vor 30 Jahren ein überaus mutiger Schritt. Die ersten Reaktionen aus dem Iran zeigen, dass es sich Präsident Ahmadinedschad in seiner Wahlkampfauseinandersetzung mit den Reformern offensichtlich nicht leisten kann, die ausgestreckte Hand Obamas brüsk auszuschlagen. Das macht Hoffnung, dass ein neues Kapitel in den amerikanisch-iranischen Beziehungen aufgeschlagen und Fortschritte im Streit um das iranische Atomprogramm erzielt werden können.
Man muss diesem neuen Dialogansatz Obamas die Chance geben, Wirkung zu entfalten. Das heißt auch, dass jetzt nicht die Zeit ist, über neue Sanktionen gegenüber dem Iran zu debattieren - und den neuen Ansatz von Präsident Obama damit zu unterlaufen. Die Bundesregierung und einige ihrer europäischen Partner sollten deshalb aufhören, hinter den Kulissen jetzt schon wieder neue Sanktionspakete zu schnüren. Vielmehr sollte geprüft werden, inwieweit die Europäer den USA Türen für direkte Gespräche mit dem Iran öffnen und diese konstruktiv begleiten können.
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Datum: 20.03.2009 - 21:11 Uhr
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